4. April 2025

Rohstoffe: Gold profitiert

Die Unsicherheit über die Zölle von Seiten der US-Regierung hat im Verlauf des März zugenommen, und dennoch blieben die Rohstoffmärkte weitgehend stabil. Von der zunehmenden Unsicherheit profitierte im Bereich der Edelmetalle vor allem die Goldnotierung.

Aber auch die Industriemetalle und der Energiesektor verzeichneten Preisanstiege. Die Rohstoffmärkte werden laut der DekaBank in absehbarer Zeit weiterhin mit den Zöllen und den Zollrisiken konfrontiert sein, was für eine anhaltend volatile Rohstoffpreisentwicklung spricht.

Gewinne an breiter Front

Die Experten: „Die Rohstoffpreise haben in den vergangenen Wochen über die gesamte Breite hinweg zugelegt. Allen voran verteuerten sich die Edelmetalle, gefolgt vom Energiesektor und den Industriemetallen. Einen starken Preisanstieg unter den Edelmetallen verzeichnete die Goldnotierung, die erneute Allzeithochs markierte. Aber auch Silber, Palladium und Platin waren in den letzten Wochen gefragt. Im Energiesektor drehten die seit Anfang des Jahres unter Druck geratenen Rohölnotierungen im März nach oben, wohingegen der europäische Erdgaspreis auf deutlich unter 45 Euro/MWh fiel.

Zwar sind die europäischen Gasspeicher nur noch zu gut einem Drittel gefüllt, aber aufgrund der wärmer werdenden Temperaturen und der damit zu Ende gehenden Heizsaison sollten Engpässe bei Erdgas ausbleiben. Bei den Industriemetallen spielten mögliche US-Zölle eine größere Rolle. So kam es bei Kupfer aufgrund der Sorge über US-Importzölle zu Vorzieheffekten und damit zu einer erhöhten Nachfrage, was den Kupferpreis Ende März kurzzeitig über die Marke von 10.000 US-Dollar je Tonne ansteigen ließ. Der Aluminiumpreis hingegen gab spürbar nach, was zu einem nennenswerten Teil auf die Probleme in der Automobilbranche zurückzuführen sein dürfte.“

Gold strahlt weiter

„Der Goldpreis setzte seinen Höhenflug im März ungebremst fort, durchbrach die Marke von 3.000 US-Dollar je Feinunze und markierte bei über 3.100 Dollar ein erneutes Allzeithoch. Dabei dürften sowohl die Unsicherheit über die angekündigten US-Zölle der Trump-Regierung als auch mögliche Gegenmaßnahmen insbesondere aus China und der EU eine entscheidende Rolle gespielt haben. Zudem scheint sich die wirtschaftliche Dynamik in den USA zuletzt etwas abgeschwächt zu haben, weshalb erste Marktteilnehmer auf verstärkte Leitzinssenkungen der Fed setzen, wenngleich die US-Zölle inflationär wirken. Diese Entwicklungen haben den erwarteten Realzins sinken lassen, was den Goldpreis stützte. Ebenfalls preisstützend wirkten zeitweise der US-Dollar, sowie die Nettomittelzuflüsse bei physisch gedeckten Gold-ETFs. Damit halten wir an unserer Einschätzung fest, dass der Goldpreis auf absehbare Zeit sehr gut unterstützt bleibt.“

DekaBank/HK

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