44 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 1/2025 Credits: Christoph Boschen: Wiener Börse/Alexander Felten; Porr AG: beigestelt Strabag Positive Gewinnwarnung Hohe EBIT-Marge. Ende Jänner hob Strabag ihren Ergebnisausblick für 2024 an. Während die Bauleistung auf 19,2 Milliarden Euro nur marginal zulegen konnte, soll die EBIT-Marge mit nahe sechs Prozent deutlich über der zuletzt erwarteten „mindestens vier Prozent“ (2023: 5,0 %) liegen. Die höhere EBIT-Marge ist vor allem auf positive Ergebniseffekte im Segment Nord + West sowie den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Ergebnisbelastungen im volatilen internationalen Projektgeschäft zurückzuführen. Im Segment Nord + West konnte insbesondere in Deutschland eine über den Erwartungen liegende Performance erzielt werden – einerseits eine höhere Kapazitätsauslastung im Dezember durch milde Witterungsverhältnisse, andererseits trugen Einigungen über Nachtragsforderungen aus Großprojekten dazu bei. AKTIEN . Kurzmeldungen Preisdruck. Die Aktie des Unternehmens ist in den vergangenen zwölf Monaten um 40 Prozent eingebrochen. Eine avisierte Kapitalerhöhung wurde im Mai 2024 abgesagt, die Umsatzprognose musste mehrfach nach unten korrigiert werden und AT&S-Vorstandschef Andreas Gerstenmayer trat im September 2024 überraschend zurück. In den ersten drei Quartalen 2024/25 hielt der Leiterplattenhersteller den Umsatz mit 1,2 Milliarden Euro auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahresquartal. Zwar stiegen die Verkaufsmengen, der extreme Preisdruck kompensiert diesen Vorteil jedoch. Das EBITDA gab um 13 Prozent auf 231,7 Millionen Euro nach (im 3. Quartal jedoch +53,1 % auf 109 Mio. Euro). Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich um rund 500 auf 13.400. Um dem aktuell schwierigen Marktumfeld gegenzusteuern, intensiviert AT&S sein umfassendes Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm. Des Weiteren hat AT&S den Verkauf des Werks in Ansan, Korea, per 31. Januar 2025 erfolgreich abgeschlossen und mit dem Erlös von rund 405 Millionen Euro die finanzielle Position gestärkt. „Mittelfristig rechnen wir mit einem Erlösanstieg, da die Eröffnung der neuen Werke in Malaysia und Österreich ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund 20 Prozent erwarten lassen“, so AT&S-Vorstandssprecher Peter Schneider. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024/25 wurde bestätigt. AT&S geht von einem Jahresumsatz zwischen 1,5 und 1,6 Milliarden Euro aus und einer bereinigten EBITDA-Marge von 24 bis 26 Prozent. AT&S: Nach drei Quartalen 95 Millionen Euro Verlust „Mittelfristig rechnen wir durch die Eröffnung der neuen Werke in Malaysia und Österreich mit einem Umsatzanstieg von rund 20 Prozent pro Jahr.“ Peter Schneider, Vorstandssprecher, AT&S 01234567 Palfinger: Besserung wird erwartet Salzburg. Der Kranhersteller Palfinger rechnet für das erste Quartal 2025 mit einem Rückgang des EBIT um rund ein Drittel gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr (54,7 Mio. Euro). Auch für die erste Jahreshälfte geht Palfinger noch von einem EBIT „deutlich unter dem Vorjahreswert“ (112,2 Mio. Euro) aus. Grund seien vor allem die schwierigen Marktbedingungen im Jahr 2024. Angesichts der bereits laufenden Erholung in den europäischen Kernmärkten soll es in der zweiten Jahreshälfte 2025 wieder bergauf gehen und damit ein gutes Gesamtjahr 2025 gelingen. In einer neuen Analyse des Erste Bank Research wurde das Kursziel zwar von 30,50 auf 25,00 Euro reduziert, die Empfehlung jedoch aufgrund des niedrigen Kursniveaus von Halten auf Akkumulieren angehoben. Agrana. Der Zucker -, Frucht, und Stärkekonzern lieferte für das 3. Quartal sehr schwache Zahlen – u.a. aufgrund von Preisrückgängen im Zuckersegment, höheren Kosten sowie des hochwasserbedingten mehrwöchigen Stillstandes im Werk Pischelsdorf. In Übereinstimmung mit der Unternehmens-Guidance erwarten die Analysten des Erste Bank Research für 2024/25 nun einen Umsatz von 3,53 Milliarden Euro (-6,8 %), ein EBIT von 62,4 Millionen Euro (-58,7 %) und einen Nettogewinn nach Minderheiten von 9,2 Millionen Euro (-85,9 %). Das Kursziel wurde von 14,40 Euro auf 11,90 Euro je Aktie reduziert. Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird eine Ergebniserholung durch Kostensenkungen und der NEXT LEVEL-Strategie erwartet – heißt, wieder ein leichtes Umsatzplus und ein Jahresgewinn von rund 60 Millionen Euro, was ein KGV von 11,3 ergeben würde. DIE ZAHL DES MONATS -86 Prozent
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