Ausgabe Nr. 5/2024 – GELD-MAGAZIN . 7 Nepal als Pionier. 2024 ist zum 20. Jahrestag der UN-Guidelines zum „Jahr des Rechts auf Nahrung“ ernannt worden. Diese bildeten eine Grundlage für weitere Menschenrechtsnormen. Die Nichtregierungsorganisation FIAN fordert daher die Regierungen weltweit dazu auf, ihren Verpflichtungen – der Gewährleistung des Menschenrechts auf Nahrung – nachzukommen. 29 Länder erkennen übrigens dieses Recht ausdrücklich in ihrer Verfassung an, über 100 erkennen es implizit an. Dennoch müsste die Bilanz viel besser aussehen: Der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) zufolge waren im vergangenen Jahr 864 Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen. Es gibt aber auch positive Beispiele: Nepal konzentriert seine Bemühungen seit 2018 darauf, den Anteil der unterernährten Bevölkerung um die Hälfte zu reduzieren. Die Verfassung des Landes garantiert das Recht auf Nahrung und Ernährungssouveränität, ebenfalls seit 1918. Nepal nimmt somit in Asien eine Vorreiterrolle ein, die beispielhaft für andere Länder gelten sollte. Hunger: Das Übel bekämpfen Nummer Eins. DPAM und das HugoObservatorium (Universität Lüttich) haben gemeinsam ein PerformanceRanking für Länder nach dem Pariser Klima-Abkommen entwickelt. Erfreuliches Ergebnis: Österreich führt die erste Ausgabe des Rankings an! Unser Engagement, ein ganzes Jahrzehnt früher als die meisten Industrieländer Net-Zero zu erreichen, und eine gute Gesamtleistung in anderen Bereichen festigen unsere Führungsposition. Es gibt jedoch noch Verbesserungspotenzial, insbesondere bei der internationalen Klimafinanzierung, wo Österreich auf Platz 16 liegt. Deutschland zeichnet sich wiederum durch seine strenge Einhaltung des Net-Zero-Ziels und seine starke Unterstützung für Entwicklungsländer aus, vor allem über internationale Klimafinanzierung. Diese Stärken sichern dem Land den zweiten Platz in der Rangliste. Diese Verbesserungsmöglichkeit bietet sich an: Bei den Treibhausgasemissionen hinkt Deutschland hinterher, was die Spitzenposition verhindert. Die Schweiz belegt den dritten Platz, beeindruckt bei den aktuellen und prognostizierten Emissionen und beweist ein solides Engagement für multilaterale Transparenz. Allerdings besteht auch für die Schweiz noch Verbesserungspotenzial, insbesondere bei der internationalen Klimafinanzierung, wo sie auf dem neunten Platz liegt. Österreich: Reich an Nachhaltigkeit Gespaltene Meinung. Mit der Ankündigung von Facebook im Oktober 2021, sich in Meta umzubenennen, löste das Unternehmen einen enormen Hype aus – obwohl die Idee eines Metaverses längst existierte. Die Hoffnungen überschlugen sich, was ist geblieben? Dazu eine Auswertung von Block-Builders.de: Der Hype entstand nicht nur durch die Umbenennung von Facebook, sondern auch, weil viele andere Projekte durch den technologischen Fortschritt – vor allem in Virtual und Augmented Reality – stark an Fahrt aufnahmen. Laut aktuellen Einschätzungen und Marktprognosen soll der gesamte globale Metaverse-Markt 69 Milliarden Dollar schwer sein, bis 2030 könnte dieser Betrag aber bereits auf 476 Milliarden Dollar steigen. Gleichwohl gibt es auch andere Prognosen – Stimmen derer, die das Metaverse lediglich als alten Wein in neuen Schläuchen bezeichnen. Metaverse: Neue Welten Wichtiger Player. Der Einfluss der ASEAN wächst rapide. Dieser Zusammenschluss von zehn südostasiatischen Nationen hat sich als wichtiger Akteur bei der Gestaltung der regionalen Stabilität, des Wirtschaftswachstums und des diplomatischen Dialogs erwiesen. Mit einer Bevölkerung von insgesamt über 680 Millionen Einwohner und einem kollektiven BIP von über drei Billionen Dollar ist die ASEAN nicht mehr nur ein regionaler Block. Anh Lu, Portfoliomanagerin bei T. Rowe Price: „Die Region hat in den letzten zwei Jahrzehnten konstante BIP-Wachstumsraten von rund fünf Prozent pro Jahr verzeichnet und damit viele andere Teile der Welt übertroffen.“ ASEAN: Aufstrebende Kraft Anh Lu, Portfoliomanagerin, T. Rowe Price
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