GELD-Magazin, Nr. 5/2024

48 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 5/2024 01234567890 OMV: Gewinn hat sich halbiert 3. Quartal. Die Geschäfte laufen für die OMV derzeit nicht so gut wie im Vorjahr. Aufgrund niedrigerer Öl- und Gaspreise sowie eines temporären Ausfalls der Produktion in Libyen ging der Umsatz im dritten Quartal um 8,7 Prozent auf 8,65 Milliarden Euro zurück. Der Periodenüberschuss sank um 37 Prozent auf 427 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie halbierte sich auf 0,74 Euro. Die ChemieSparte trug etwa ein Drittel zum operativen Cashflow bei, dort habe man ungefähr 150 Millionen Euro Resultatverbesserung gegenüber dem Vorjahr. Der Cashflow ist für die OMV eine wichtige Kennzahl, weil er die Finanzierung der Investitionen und die Dividendenpolitik antreibt. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit legte über drei Quartale um 18 Prozent auf 4,14 Milliarden Euro zu. Österreichische Post. Auf Antrag mehrerer Unternehmen auf Abstellung von missbräuchlichen Verhaltensweisen aufgrund von diskriminierenden Rabattpraktiken durch die Post bei adressierten Massendrucksachen (Info.Mail), verurteilte nun das Kartellgericht in Wien die Österreichische Post zu einer Geldstrafe von 9,2 Millionen Euro. Grund für den rechtskräftigen Beschluss, der zuletzt vom OGH bestätigt wurde, ist der Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung – der Marktanteil der Post im Markt Info.Mail liegt bei über 90 Prozent. Demnach hat die Post mit ihrer Rabattpraxis diskriminierend agiert, indem sie bei bestimmten Kunden eingeschränkte Rabattstaffeln, geringere Rabatte oder Jahresboni gewährte. Ebenso erlegte sie sich eine Geheimhaltungsverpflichtung im Zusammenhang mit Rabattstaffeln und Rabattsätzen auf, die mit Großkunden vereinbart worden waren. Credits: Herbert Eibensteiner/voestalpine; Palfinger Stabile Entwicklung Trotz Marktschwäche. Die Verkaufserlöse des Salzburger Kranherstellers Palfinger gingen in den ersten drei Quartalen um 3,0 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro zurück, das EBIT fiel um 3,8 Prozent auf 158,7 Millionen Euro. Die europäischen Kernmärkte stagnieren, die USWahl dämpft die Nachfrage in Nordamerika und auch der Markt in China schwächelt. Ein starkes Wachstum habe man jedoch in der Region Asien-Pazifik verzeichnet, vor allem in Indien. Unterm Strich konnte der Gewinn mit 90,8 Millionen Euro stabil gehalten werden. Für das Gesamtjahr erwartet Palfinger nun beim Umsatz einen Rückgang um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2,45 Milliarden Euro. Das EBIT wird mit einem Rückgang von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Wert des Rekordjahres 2023 (210,2 Mio. Euro) prognostiziert. AKTIEN . Kurzmeldungen Gewinnwarnung. Das schwache Autogeschäft in Deutschland und eine weitere Abwertung der deutschen Buderus Edelstahl machen dem Linzer Stahlkonzern voestalpine zu schaffen. Bei der deutschen Buderus Edelstahl mit Sitz in Wetzlar wurden zwar seit Längerem Umstrukturierungen und massive Einsparungen vorgenommen, im März 2024 beschloss der Vorstand jedoch, den strategischen Prozess zur Neupositionierung in einen Verkaufsprozess überzuführen. Aufgrund der quartalsweise erforderlichen Bewertung ergaben sich aus dem aktuellen Verhandlungsstatus mit Interessenten für das zweite Geschäftsquartal 2024/25 negative Einmaleffekte in Höhe von rund 50 Millionen Euro. In der Folge wurde eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Der Vorstand erwartet für das zweite Quartal 2024/25 nun ein EBITDA von etwa 300 Millionen Euro und ein EBIT von rund 110 Millionen Euro bzw. für das erste Halbjahr 2024/25 ein EBITDA von etwa 720 Millionen Euro und ein EBIT von rund 340 Millionen Euro. „Basierend auf dem voraussichtlichen Ergebnis des ersten Halbjahres 2024/25, den in Europa deutlich eingetrübten Marktentwicklungen sowie zu erwartender negativer Einmaleffekte aus der Reorganisation des Automotive-Components-Bereichs in Deutschland im Laufe des zweiten Halbjahres 2024/25 erwartet der Vorstandsvorsitzende der voestalpine, Herbert Eibensteiner, für das volle Geschäftsjahr 2024/25 ein EBITDA von etwa 1,4 Milliarden Euro.“ Im August war noch mit rund 1,7 Milliarden Euro gerechnet worden. voestalpine: Einmalige Wertberichtigung belastet zusätzlich „Aufgrund der in Europa ein- getrübten Marktentwicklung und einer Abwertung bei Buderus Edelstahl gehe ich nun von einem EBITDA von rund 1,4 Milliarden Euro aus.“ Herbert Eibensteiner, CEO, voestalpine AG DIE ZAHL DES MONATS 9,2 Millionen

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