Profis geben Einblick in ihre Anlagestrategie und haben viele wertvolle Tipps parat – dafür steht der vom GELD-Magazin veranstaltete Institutional Investors Congress (IIC). Im Oktober war es wieder soweit, wobei auch interessante Storys rund um das Thema Geldanlage nicht zu kurz kamen. So entführte Gerald Pistracher von Comgest in die glamouröse Welt der Luxus-Brands – spätestens seither wissen wir, woher die legendäre Kelly Bag ihren Namen hat. Aber auch Ferrari-Fans kamen bei dem Vortrag auf ihre Rechnung: Die schnittigen Boliden sind schnell, das Geschäftsmodell ist aber alles andere als schnelllebig. Silvia Siegfried-Schanz von BB Biotech sprach wiederum darüber, wie die moderne Medizin mit Hochdruck daran arbeitet, viele Krankheiten zu bekämpfen. Erfreulich: Mit dem guten Zweck lässt sich auch gutes Geld verdienen. Stabilität und Wachstum Sarasin-Spezialistin Nevena Schaller lobte Schweizer Wertarbeit, die mehrere Weltmarktführer hervorgebracht hat, die auch auf dem internationalen Parkett schöne Margen einfahren. Kleine und mittlere eidgenössische Aktiengesellschaften stehen bei ihr im Fokus. Innovative Unternehmen gibt es aber nicht nur in der Schweiz: Tom Demaecker, Fondsmanager bei DPAM, sucht und findet mit der NEWGEMS-Strategie rund um den Globus die Wachstumskaiser der Gegenwart und Zukunft. Fast selbstredend ist hier KI einer der stärksten Treiber. Diesem Thema nahm sich Christian Wahlmüller, Portfolio Manager bei Kepler Fonds, voll und ganz am IIC an. Sein Credo lautet: „KI ist gekommen, um zu bleiben.“ Die intelligenten Maschinen beeinflussen bereits unser tägliches Leben – und auch die Investmentbranche. Aber keine Angst: Der Roboter als alleiniger Fondsmanager ist noch Zukunftsmusik. MÄRKTE & FONDS . Institutional Investors Congress Viele Wege zum Erfolg Einen Blick auf den Schweizer Aktienmarkt oder die Biotech-Branche werfen? Auch Luxusmarken, Innovationskaiser und KI sind erfolgsversprechend. Am Institutional Investors Congress erfuhr man mehr darüber. HARALD KOLERUS Credits: beigestellt BB Biotech kann auf den stolzen Track Record von 30 Jahren zurückblicken und ist einer der größten Investoren in der Branche, wobei eine reine Konzentration auf Biotechnologie-Unternehmen erfolgt. Konzentriert ist ebenso das Portfolio mit 20 bis 35 Titeln, veranlagt wird Benchmark-unabhängig. Silvia Siegfried-Schanz, Director Investor Relations, hatte am IIC folgende Zahlen parat: „Bis 2026 werden mehr als die Hälfte der 100 meistverkauften Medikamente aus Biotech-Laboren stammen. 37 Prozent des Arzneimittel-Gesamtumsatzes wird bis dahin durch Biotechprodukte erzielt werden.“ Logisch – biologisch Pharma-Medikamente verlieren im Gegenzug zunehmend an Bedeutung, weshalb der ausschließliche Fokus auf Biotech-Aktien logisch wird. Ein Beispiel für eine Kerninvestition ist Ionis, führend in der Entwicklung von sogenannten Antisense-Medikamenten. Mehr als 40 Produktkandidaten hat das Unternehmen derzeit in der Pipeline. Rendite aus dem Labor . BB BIOTECH In Angriff genommen werden seltene Krankheiten und Herz- sowie Stoffwechselerkrankungen. Als weitere spannende Aktien nannte Siegfried-Schanz etwa Neurocrine und Argenx. Prinzipiell förderlich für die Branche sollten Fusionen und Übernahmen sein, aber auch das tendenziell sinkende Zinsniveau dürfte wirken. www.bbbiotech.ch Arzneimittel aus den Biotech-Laboratorien werden immer wichtiger und laufen klassischen Mdikamenten den Rang ab. Weltweiter Arzneimittelumsatz Silvia Siegfried-Schanz, Director Investor Relations, BB Biotech Quelle: EY Biotechnology Report 20% 40% 80% 60% 100% 2012 Konventionell Biotech 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 Biotech vs. Konventionell 0% 26 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe 5/2024
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