GELD-Magazin, Nr. 5/2024

BANKING . Kurzmeldungen 20 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 5/2024 0123456 DIE ZAHL DES MONATS 1,15 Billionen Stattliche Profite. Laut einem Report von McKinsey & Company ist der Bankensektor der Bereich mit den weltweit höchsten Gewinnen, aber den niedrigsten Bewertungen. Einige Zahlen aus der Studie: Die globale Bankenbranche erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Nettogewinn von 1,15 Billionen Dollar, was in etwa dem gemeinsamen Gewinn der Energie- und Industriebranchen entspricht, und war somit die Branche mit den höchsten Profiten. Beim Kurs-Buch-Verhältnis liegt der Bankensektor mit 0,9 global im Branchenvergleich jedoch auf dem letzten Platz. Trotz Investitionen von rund 600 Milliarden Dollar in Technologien bleibt jedoch die Effizienz vieler Banken hinter den Erwartungen zurück, insbesondere in großen Märkten wie den USA, wo die Arbeitsproduktivität sogar sinkt. Weiters interessant: Die Eigenkapitalrendite der österreichischen Banken zeigt, dass sie im internationalen Vergleich überdurchschnittlich profitabel sind. Allerdings müssen sich Banken auf mögliche Herausforderungen durch tendenziell niedrigere Zinssätze vorbereiten. Generationenwechsel. Private Banking zählt zu den am schnellsten wachsenden Bereichen des Finanzsektors – im vergangenen Jahr stieg das Gesamtvermögen der Kunden in Österreich auf 923 Milliarden Euro an, etwa die Hälfte davon ist im Besitz der Generation 60plus. Das heißt, in den kommenden Jahren werden knapp 500 Milliarden Euro an die nächste Generation übertragen. Für Banken bedeutet das zum einen großes Potenzial, zum anderen gewisse Risken. „Die wachsende Komplexität im Private Banking, insbesondere durch den anstehenden Generationenwechsel, stellt Banken vor Herausforderungen und bietet zugleich neue Chancen. Entscheidend wird sein, rechtzeitig die Weichen zu stellen, um bestehende Vermögen zu sichern und die nächste Generation als Kunden zu gewinnen“, sagt Michaela Schneider, Managing Partner von zeb Austria. Private Banking: Risken und Chancen Michaela Schneider, Managing Partner von zeb Austria Credit: beigestellt/zeb FOTO: PicturePeople Wohnbaukredit: Schwer zu haben? „Wohnbaukredite sind nur schwer zu bekommen“: Das ist einer der Glaubenssätze, der sich seit August 2022 in der österreichischen Bevölkerung festgesetzt hat. Damals trat die KreditinstituteImmobilienfinanzierungsmaßnahmenverordnung – kurz KIM-V – in Kraft. Auch, wenn der sperrige Name der Verordnung kaum bekannt ist, sehr wohl bekannt sind die drei Punkte, die erfüllt werden müssen, um einen Kredit zu erhalten: Mögliche Kreditnehmende müssen laut KIM-V eine maximale Beleihungsquote von 90 Prozent – entspricht in etwa einem Eigenmittelanteil von 20 Prozent des Kaufpreises inkl. Nebenkosten – vorweisen, die Kreditrate darf maximal 40 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens ausmachen und die Kreditlaufzeit darf maximal 35 Jahre betragen. Eine Umfrage, die das Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag der HYPO NOE Mitte August repräsentativ für Niederösterreich durchgeführt hat, zeigt: Zwei Drittel, die bereits ein Eigenheim haben, glauben nicht, dass sie sich ihren Wohntraum in dieser Form heute noch leisten könnten. Sie führen das auf die gestiegenen Preise, das eigene Einkommen und Vermögen sowie die Finanzierung zurück. Die Umfrage ergab auch, dass jede:r Achte erst gar nicht um einen Wohnbaukredit anfragt. Diese Personen denken, dass sie wegen der eigenen finanziellen Einschränkungen oder der unklaren Situation und regulatorischer Vorgaben keine Finanzierung erhalten. Nur fünf Prozent der Befragten wissen: Banken dürfen dank eines Ausnahmekontingents auch dann Wohnbaukredite vergeben, wenn nicht alle der oben genannten Kriterien erfüllt sind. Auch, wenn die Hürden zum eigenen Wohn-­ traum über einen Kredit hoch erscheinen: Ich kann jeder und jedem nur ans Herz legen: Vereinbaren Sie einen Termin bei der HYPO NOE und werden Sie nicht selbst zu Ihrem eigenen Stolperstein auf dem Weg zum Wohntraum, indem Sie erst gar nicht anfragen. www.hyponoe.at Matthias Förster, Bereichsleiter Vertriebsstrategie, Digitalisierung & Retail Banking KOLUMNE . HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG

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