GELD-Magazin, Nr. 5/2024

Konjunktur: Flaute hält an Credit: pixabay WIRTSCHAFT . Kurzmeldungen CEE hält sich wacker. Trotz des unsicheren internationalen Umfelds präsentiert sich die Konjunktur in den meisten Volkswirtschaften Mittel-, Ost- und Südosteuropas robust. Einige der stark mit der deutschen Industrie verflochtenen Staaten wie Tschechien, die Slowakei und Ungarn, aber auch Rumänien, spüren die Rezession in Deutschland jedoch erheblich. Trotzdem dürfte bei ihnen die Wirtschaft im nächsten Jahr wieder an Fahrt gewinnen. Das zeigt die neue Herbstprognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) für 23 Länder. Das wiiw prognostiziert den EU-Mitgliedern der Region für 2024 ein Wachstum von durchschnittlich 2,2 Prozent, eine Revision nach unten um 0,4 Prozentpunkte ggü. dem Sommer. Für 2025 werden 2,9 Prozent erwartet. Damit dürften diese Länder sowohl heuer als auch 2025 ihren wirtschaftlichen Aufholprozess fortsetzen und das Wachstum der Eurozone (2024: 0,6 %; 2025: 1,4 %) erneut bei weitem übertreffen. UniCredit Bank Austria: Konjunktur-Barometer Bedrohte Ökologie und Ökonomie. Eine aktuelle Umfrage von Marketagent in Kooperation mit respACT zeigt, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher große Sorgen um den Zustand der Natur machen. Sie nehmen dringenden Handlungsbedarf wahr und erwarten sich entschlossene Maßnahmen von Politik sowie der Wirtschaft. Die Befragten sind sich dabei der ökonomischen Gefahren durch Biodiversitätsverlust bewusst. Mehr als die Hälfte befürchtet erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft (55 %) bzw. die österreichischen Unternehmen (51 %). Auf Unternehmensseite (respACT-Community) wird die wirtschaftliche Bedrohung noch stärker wahrgenommen (mehr als 75 %). 83 Prozent der Studienteilnehmer sprechen sich dafür aus, dass Unternehmen gesetzlich zu Biodiversitätsschutz verpflichtet werden (respACT-Community: 88 %). Biodiversität: Wirtschaft ist gefragt Schwach. Die Stimmung in der österreichischen Wirtschaft blieb zu Beginn des Herbsts sehr angespannt. „Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator stieg im September geringfügig auf minus 2,4 Punkte. Trotz des zweiten Anstiegs in Folge signalisiert der Indikator jedoch eine Prolongation der Konjunkturschwäche in Österreich“, so UniCredit Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Zudem sind die Aussichten für eine spürbare Verbesserung der Konjunktur noch vor Jahresende angesichts der erneuten Eintrübung der Stimmung in der Industrie und am Bau gering. Im kürzlich beendeten dritten Quartal hat die österreichische Wirtschaft nicht auf einen Wachstumskurs einschwenken können. Der Experte geht daher weiterhin von einem Rückgang des BIP im Gesamtjahr 2024 um 0,5 Prozent aus. Damit wird die österreichische Wirtschaft nach 2023 das zweite Jahr in Folge schrumpfen. Moderates Wirtschaftswachstum von einem Prozent gestützt auf Reallohnzuwächse und geldpolitische Lockerung wird erst 2025 erwartet. Quelle: Statistik Austria, Wifo, UniCredit Research UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator BIP (real; Veränderung zum Vorjahr in %) 2019 2020 2021 2022 2023 2024 12 10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 -12 -14 12 10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 -12 -14 2018 01234567 DIE ZAHL DES MONATS 2,2 Prozent Erste Asset Management. Bis Jahresende 2024 gibt es wieder die Möglichkeit, ab einem Unternehmensgewinn von mehr als 33.000 Euro, einen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag in Anspruch zu nehmen. Für alle Unternehmer und Freiberufler gibt es dadurch einen doppelten Vorteil: Bis zu einem Unternehmensgewinn von 583.000 Euro kann der Gewinnfreibetrag bis auf 46.400 Euro erhöht werden (in dieser Summe ist der automatisch berücksichtigte Gewinnfreibetrag von 4.950 Euro bis zu einem Gewinn von 33.000 Euro bereits enthalten). Passend zu dieser Thematik wurde der „Erste Laufzeitfonds KMU 2029“ aufgelegt. Man investiert bei diesem Produkt in ein breit gestreutes Portfolio aus Anleihen mit guten bis sehr guten Bonitäten („Investment Grade“). Der Fonds wird zu Beginn überwiegend in Staatsanleihen investieren und schrittweise Corporate Bonds beimischen, bis die geplante Fondsausrichtung erreicht ist. KMU: Neuer Laufzeitfonds 16 . GELD-MAGAZIN – Ausgabe Nr. 5/2024

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