GELD-Magazin, Dezember 2018 / Jänner 2019

versicherung Panorama 86 ° GELD-MAGAZIN – Dezember 2018 CrediTS: pixabay Crash-Gefahr! Der Drohnen-Hype in Österreich geht weiter und wird im Weih- nachtsgeschäft wahrscheinlich wieder für Umsatzrekorde sorgen. Beliebt sind bei Herrn und Frau Österreicher die sogenannten Spiel- zeugdrohnen – also jene Flugkörper, die 79 Joule Bewegungsenergie nicht überschreiten. Über 100.000 sollen bereits bei uns im Land herumfliegen. Und immer wieder sorgen Droh- nen für brenzlige Situationen. Uniqa hat jetzt passend zum Drohnen-Boom die Versicherung für Hobbypiloten gestartet. Der Deckungsum- fang entspricht den gesetzlichenVorgaben des Luftfahrtgesetzes. Die jährliche Prämie für den österreichweiten Ver- sicherungsschutz liegt bei 75 Euro pro Drohne bzw. 60 Euro für Kunden mit einer Uniqa Kfz- oder Sachversicherung. uniqa: Vorsicht, Drohnen! 2000 Menschen verletzen sich in Österreich jeden Tag so schwer, dass sie im Krankenhaus versorgt werden müssen! Die Freizeitunfälle nehmen da- bei noch weiter zu. Beim Wintersport gab es im Vorjahr sogar ein deutliches Plus – um fast sechs Prozent stiegen die Unfälle auf Österreichs Pisten. Beim Skifahren kommt hinzu, dass sich Technik und Material in den letzten zwei Jahrzehnten extrem verändert haben und zu einem merk- lichen Anstieg drastischer Verletzungen geführt haben. Forscht man nach den Ursachen, liegt ein Grund hierfür laut Unfallchirurgen in der Carving- technik, die speziell Knie und Oberschenkel be- sonders beansprucht. Hinzu kommen mensch- liche Fehlleistungen, wie schlechte bis gar keine konditionelle Vorbereitung auf den Skisport,Über- schätzung der eigenen Fähigkeiten, eine Über­ belastung des Körpers durch zu wenige Pausen, fehlendes Risikobewusstsein sowie falsches Ski- material. Bedenklich: Obgleich eine vernünftige Unfallversicherung schon ab rund 20 Euro im Monat zu haben ist und damit zur Basisabsiche- rung eines jeden Menschen zählen sollte, gibt es noch großen Nachholbedarf. „Deutlich weniger als jeder Zweite im Land besitzt eine private Un- fallversicherung. Die finanziellen Folgen von Ski- unfällen können dramatisch sein und diese wer- den auch nicht von der gesetzlichen Unfallversi- cherung gedeckt“, so Manfred Rapf,Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung. 13,27 Milliarden Euromachte das Prämienvolumen hei- mischer Versicherungen in den ersten drei Quar- talen 2018 aus, das bedeutet einen Anstieg von 1,53 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es setzte sich aus Einnahmen von 7,49 Milliar- den (+3,46%) in der Schaden- und Unfallversi- cherung, 4,11 Milliarden Euro (–2,74%) in der Lebensversicherung und 1,67 Milliarden Euro (+4,21%) in der Krankenversicherung zusam- men. Interessant ist dabei, dass sich in der Le- ben-Sparte der Anteil der Einmalprämien gegen- über den laufenden Prämien von 14,01 auf 13,93 Prozent leicht verringert hat, der Anteil der fonds- und indexgebundenen gegenüber der kon- ventionellen Lebensversicherung hingegen von 23,75 auf 24,73 Prozent erhöht hat. zahlenspiel Schau mir in die Augen. Die Generali Versicherung startet mit einer Weiterentwick- lung der Handy-Signatur. Kunden, die sich für die Handy-Signatur von A-Trust registriert ha- ben und deren Smartphones die Daten für die Entsperrfunktion (Fingerabdrucksensor, Gesichtserkennung) auf dem eingebauten Si- cherheitschip speichern, können ab sofort auch per Gesichtserkennung (Face-ID) oder Fingerabdruck eine Versicherung abschließen. DieseArt der Signatur bietet vor allem bei meh- reren Dokumenten Komfort und Zeitersparnis und führt laut der Generali zu einem positiven Kundenerlebnis. Der Einstieg in das Generali Kundenportal ist ebenfalls mittels Gesichtser- kennung möglich.Arno Schuchter,Vorstand für Vertrieb und Marketing, erklärt: „Das positive Feedback unserer Kunden seit dem Start der Handy-Signatur im Vorjahr bestätigt unseren Weg zu höherem Komfort bei größtmöglichen Sicherheitsstandards.“ generali: Gesichtserkennung „Erdrückende Bürokratie.“ Angela Schrefl,die Gewinnerin des AssCompact Jung- makler Awards 2018, hat ehrgeizige Pläne – und sie äußerte sich kritisch zu einigen Sta- tus quo-Bedingungen am heimischen Markt: „Wir Makler laufen Gefahr, in der Verwaltung zu ersticken. Aus einfachen Produkten wird durch die sinnlose Beimengung von nutzlosen Zusatzbausteinen der Sinn der Versicherung verwaschen.Beispiel:Kunden glauben heutzu- tage, der Sinn der privaten Unfallvorsorge liegt in der Knochenbruchpauschale.“ Außerdem hat sie in der von AssCompact aufgelegten Fachzeitschrift noch den einen oder anderen Ratschlag parat: „Was braucht es, um als Be- raterin erfolgreich zu sein? Spaß amVerkaufen und einfache, modular aufgebaute Versiche- rungslösungen!“ Ihre drei größten Wünsche an die Versicherungsbranche lauten wiede- rum: „Abschaffung der Dauerrabatt-Thematik, österreichweite, flächendeckende, deutliche Erhöhung der Kfz-Prämien und direkte Anbin- dung zu Rechnerkernen undVertragsdaten“,so die Preisträgerin.“ asscompact: Kritik Extremeswetter. LauteinemaktuellenUN- Bericht haben klimabedingte Katastrophen in den letzten 20 Jahren stark zugenommen: Die Zahl der Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen, Dürren und Waldbrände stieg von durchschnittlich 165 auf 320 pro Jahr. Dabei verursachten sie in diesem Zeitraum mehr als doppelt so hohe Schäden wie zwischen 1978 und 1997, was natürlich die Assekuranzen be- lastet. „Bereits im vergangenen Jahr musste die Versicherungsbranche einen ihrer größ- ten Verluste hinnehmen. In Zukunft wird die Branche alleine die entstehenden Kosten nicht stemmen können“, gibt John Seo, Manager von Cat-Bond-Strategien für GAM Investments, zu bedenken. gam: Mehr Naturkatastrophen

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