GELD-Magazin, Dezember 2018 / Jänner 2019

aktien  ° Anlagetipps 64 ° GELD-MAGAZIN – dezember 2018 Im dritten Quartal konnte der Haushaltsarti- kelkonzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf gut fünf Milliarden Euro steigern. Der bereinigte opera- tive Gewinn verbesserte sich um 3,3 Prozent auf 926 Millionen Euro. Angesichts gestie- gener Logistikkosten, vor allem in den USA, und eines sehr harten Wettbewerbs im Konsum- gütergeschäft sind diese Zahlen in Ordnung. Wachstumstreiber bleiben bei Henkel weiter- hin die Schwellenländer,die für rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes stehen. In Europa und Nordamerika stagniert hingegen das Geschäft. Größter Umsatzbringer war erneut die Klebstoff- Sparte mit einem Plus von 3,8 Prozent. Auch bei den Friseurprodukten und den Wasch- und Reinigungsmitteln legte Henkel dank seiner Stammmarken Persil und Pril um 2,5 Prozent zu. Dagegen bremste der Konkurrenzdruck in Nord- amerikaundWesteuropadieKosmetiksparte,die organisch nur um 0,5 Prozent wachsen konnte. Neue Marken,wie z.B.die Körperpflegeserie Na- ture Box, sollen für zusätzlichen Umsatz sorgen – insgesamt soll dieser 2018 um zwei bis vier Prozent zulegen.Auch die Prognose zur opera- tiven Marge (18 Prozent) wurde bestätigt. henkel ° Positiv gegen den Trend ser Fonds genau studiert werden, um nicht Gefahr zu laufen, Ansätze ins Depot zu neh- men, die einander sehr ähnlich sind. Damit können Anleger auch Prognosen von In- vestmentexperten, die diametral voneinan- der abweichen, getrost vergessen. Aller- dings haben die Gewinne zuletzt nicht über- zeugt – auch in den USA trotz vielfach ge- schlagener Analystenprognosen nicht, wo- bei vor allemdie Ausblicke auf das Jahr 2019 enttäuscht haben. Richtig schwach ist die Berichtssaison in Europa ausgefallen, es hagelte regelrecht Gewinnwarnungen. Besonders zyklische Branchen wie Automobil und Chemie hat es hart getroffen. Anleger sollten in ihrer Branchenstrategie vor allem auf den Ge- sundheitssektor und Basiskonsumgüter set- zen. Regional gesehen würden wir trotz des Bewertungsunterschiedes Europa nicht ge- genüber den USA übergewichten. Eine No- tenbank, die es nicht schafft, das Geldmen- genwachstum anzutreiben, wird die Euro- Märkte weiter belasten. jedoch, die die eigene Meinung als falsch ausweisen, bleiben unberücksichtigt oder werden zu spät erkannt. Die Diversifikation ist das Um und Auf gut strukturierter Port- folios. Dabei geht es um weit mehr als bloß unterschiedliche Regionen und Assetklas- sen sowie alterative Managementstile. Anle- ger sollten auch auf eine möglichst geringe Korrelation achten – also Investments ins Depot nehmen, die sich kaum oder nur wenig im Gleichschritt zueinander bewe- gen. Immobilientitel und Rohstoffinvest- ments sowie Fonds, die in Private Equity investieren, etwa der DNB Private Equity (LU0302296065), kommen hier ins Spiel. Differenzierung schließlich bedeutet die Investition in Investmentansätze, die lang- fristig eine hohe Chance haben, ein posi- tives Alpha zu generieren. Dazu eignen sich etwa die Faktorfonds – ETFs, die auf unter- schiedliche Risikoprämien setzen, also etwa Quality, Low Risk, Value, Size und Momen- tum. Vor einem Engagement sollten jedoch die Erläuterungen zur Anlagestrategie die- A us technischer Sicht ist für Börsianer besonders negativ, dass mittlerweile alle „FAANG“-Werte (Facebook, Apple, Amazon, Netflix, Google) über 20 Prozent unter ihren Rekordniveaus liegen und sich somit definitionsgemäß in einem Bären- markt, also in einem Abwärtstrend, befin- den. Derzeit notiert über ein Drittel der Ti- tel aus dem S&P 500 mehr als 20 Prozent unter ihren Jahreshochs. Das sind fast vier- mal so viele wie zu Jahresbeginn. Im Stoxx 600 der größten europäischen Börsenwerte hat sich die Quote auf rund 46 Prozent ebenfalls vervierfacht. Im MSCI-Weltindex befinden sich sogar fast 60 Prozent der Wer- te in einem Bärenmarkt. Anleger sollten sich daher in dieser Marktphase auf die drei Grundtugenden er- folgreicher Investoren rückbesinnen, näm- lich Disziplin, Diversifikation und Diffe- renzierung. Die Disziplin steht bei Anlegern im Gegensatz zur Neigung nach Selbstbe- stätigung. Daten, die die eigene Position un- terstützen, werden höher gewichtet, solche charts: onvista.de Die Henkel-Aktie befindet sich in einem mittelfristigen Abwärts­ trend. Die Unterstützung bei 95 Euro hat aber bislang gehalten. Mittelfristig orientierte Ableger können auf diesem Niveau wie- der einsteigen. ISIN DE0006048432   Börse Frankfurt (Xetra) Normalerweise sorgt das Weihnachtsgeschäft in dieser Jahreszeit für positive Stimmung an den Börsen. Doch in diesem Jahr überwiegt die Angst vor enttäuschenden Weihnachtsumsätzen. Die globale Kon- junktur zeigt deutliche Anzeichen für einen Wachstumsrückgang 2019. Wolfgang Regner Fällt die Weihnachtsrally aus?

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