GELD-Magazin, Dezember 2018 / Jänner 2019

geldanlage Panorama 26 ° GELD-MAGAZIN – Dezember 2018 CrediTS: beigestellt offensiv. Legal and General Investment Management (LGIM) verbreitert seinen Marktauftritt in Österreich, wie Volker Kurr, Head of Institutional Clients, mitteilte. LGIM ist unter anderem auf das Gebiet von Investments in globale High Yields spezialisiert. Das Unter- nehmen verfügt über eine lange und breite Expertise, die vier High Yield-Portfoliomanager weisen im Durchschnitt eine Markterfahrung von 18 Jahren auf, das Asset under Manage- me n t b e l ä u f t s i c h auf rund fünf Milli- arden Dollar. Wobei die makroökonomische „Linse“ wichtig für den Anlageerfolg ist. Für das kommende Jahr er- warten die Experten als positive Faktoren gutes weltweites Wachstum und eine Verbesserung der Kreditqualität. Legal & General: Offensiv 40 Prozent ihrer Umsätze erwirt- schaften europäische Unternehmen in Emerging Markets. Das Engagement in dieser Region ermöglicht also die Beteiligung an der dy- namischen Entwicklung in den Schwellenlän- dern, so die Spezialisten von GAM Investments. Keine schlechte Ausgangsposition also für den „Alten Kontinent“.Wobei europäische Aktien von vielen Anlegern missverstanden werden und mehr zu bieten haben,als auf den ersten Blick er- sichtlich ist – so lautet eine aktuelle Einschät- zung von Niall Gallagher, Investment Director bei GAM. Und für diese führt er drei gute Gründe an: „Die europäische Wirtschaft legt ein gesundes Wachstumstempo an denTag,die Arbeitslosigkeit sinkt und der Lohnanstieg regt den privaten Kon- sum an. Das dürfte für ein starkes Gewinnwachs- tum sorgen.“ Wir sind der Auffassung, dass sich die Eurozone nun endgültig auf dem Weg der Besserung befindet und – getragen von den Ge- winnen – wahrscheinlich zu einer Aufholjagd ge- genüber US-Aktien ansetzen wird. zahlenspiel Neuer Fonds. Nachhaltiges und ökolo- gisch verantwortliches Investieren rückt immer stärker in den Fokus der Anlager. Aus die- sem Grund lanciert UniCredit den UC MSCI European Green Bond EUR UCITS ETF (ISIN: LU1899270539), den ersten ETF auf europäi­ sche Green Bonds. Seitens des Unternehmens heißt es dazu: „Der physisch replizierende ETF stellt durch seine fortlaufende Portfoliooptimie- rung eine effiziente Anlage der Kundengelder sicher. Die laufenden Kosten werden maximal 0,35 Prozent per annum betragen, wodurch die hohen Qualitätsanforderungen an das Portfoliomanagement des Investment Ma- nagers und der Indexverwaltung durch MSCI sichergestellt werden.“ Dabei vereint der ETF unter anderem folgende Vorteile: Attrak- tives Investment Grade-Profil des Portfolios (Durchschnittsrating:A+); hohe Diversifikation im Index mit klaren Emittenten- und Emis­ sionsobergrenzen; kein Währungsrisiko durch ausschließliche Investments in Euro-Anleihen. unicredit: Nachhaltig Der richtige Mix. M&G Investments legt einen neuen Multi Asset Fonds nach luxem- burgischem Recht auf,der die Aspekte Umwelt, Soziales und Governance (ESG) berücksich­ tigt und in Unternehmen investiert, die neben nachhaltigen Erträgen einen positiven gesell- schaftlichen Effekt anstreben. Verwaltet wird der M&G (Lux) SustainableAllocation Fund von Maria Municchi mit Unterstützung durch den stellvertretenden Fondsmanager Steven An- drew.Der Fonds veranlagt in eine diversifizierte Palette vonAnlageklassen auf der ganzenWelt, einschließlich Schwellenländer. Die Bandbrei- ten betragen 20–80 Prozent bei Anleihen, 20–60 Prozent bei Aktien und 0–20 Prozent bei allen sonstigen Assets. In dem Produkt wird die bewährte Multi Asset-Philosophie von M&G umgesetzt,wobei eine dynamische Asset Allocation und eine taktische Analyse verhal- tensökonomischer Faktoren zur Identifikation der attraktivsten Anlagen erfolgt. Ziel ist ein Gesamtertrag von 4–8 Prozent jährlich über beliebige Fünf-Jahres-Zeiträume hinweg. m&g: Grüner Fonds Nachfrage. Stei- gende Anleiherenditen sind für Real Assets nicht unbedingt ein Drama, meint Vivienne Bolla,Analystin Real Es- tate Investment Strategy and Research bei Aviva. Im Gegenteil, es spre- che einiges dafür, dass die institutionelle Nach- frage nach Real Assets (zum Beispiel Immobilienaktien, Real Estate Debt, Immobilien mit langen Pachtverträgen, Infrastrukturaktien) weiter wachsen wird. Da die gegenwärtige Phase der wirtschaftlichen Expansion in den Industrieländern dem Ende zuzugehen scheint, werden die stabilen und verlässlichen Einkommensströme diverser Sachinvestments weiterhin ansprechend sein. Dass sie im unterschiedlichen Grad vor Inflation schützen, trägt ebenfalls zu ihrer Attraktivität bei“,meint die Expertin. aviva: Wahre Werte Neue WKÖ-Umfrage. Durch MiFID II wurde Anfang 2018 das Regelwerk für ös- terreichische Wertpapierunternehmen neu geschrieben. Ob und welchen Anklang die er- weiterten Regulierungen in der Praxis finden, hat der Fachverband Finanzdienstleister (im WKÖ) aktuell mit einer Mitgliederbefragung er- hoben. Das erste Fazit der 146 Teilnehmer fällt durchwachsen aus: Der Großteil (43%) steht MiFID II insgesamt negativ gegenüber. Insbe- sondere das „Mehr“ an Information seit MiFID II wird von den meisten Befragten kritisiert. Über drei Viertel (76%) bewerten dieses als nutzlos oder störend für die Kunden.Vor allem was die Betreuungssituation für Kleinanleger betrifft, zeigt die Umfrage ein pessimistisches Bild:70%der Befragten sind der Meinung,dass sich diese durch MiFID II eher oder sogar sehr verschlechtert.„Leider haben sich die Befürch- tungen bewahrheitet. Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Ein ‚Mehr‘ an Informati- on führt nicht zu einer besseren Beratung“, so Hannes Dolzer von der WKÖ. MiFID II: Negativ Volker Kurr, Head of Institut. Clients, Legal & General IM Vivienne Bolla, Im- mobilienspezialistin bei Aviva

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