GELD-Magazin, Dezember 2018 / Jänner 2019

BANKING Panorama 22 ° GELD-MAGAZIN – DEZEMBER 2018 CREDITS: beigestellt BILDUNG UND JOBMOTOR. Aus einer Stu- die über den Erfolg der von der Erste Group in ihren CEE-Märkten durchgeführten Social Banking-Aktivitäten („Impact Assessment“) geht hervor, dass mehr als 2500 Unterneh- mensgründer,400 soziale Organisationen und 6500 Kleinbauern dieses Angebot angenom- men und damit zur Schaffung von rund 14.000 neuen Arbeitsplätzen beigetragen haben. „Der Mangel an Finanzbildung ist in unserer Regi- on eines der größten Hindernisse für unter- nehmerisches Handeln. Deshalb liegt bei un- seremAnsatz zumSocial Banking der Schwer- punkt im selben Ausmaß sowohl auf der Bil- dungs- als auch auf der Finanzierungsseite“, er- klärt Erste-CEO Andreas Treichl. ERSTE: Social Banking 3,6 MILLIARDEN Euro betrugen die Gewinne heimischer Banken im ers- ten Halbjahr 2018, so die OeNB. Hier heißt es: „Im Untersuchungszeitraum haben die österrei- chischen Banken weiterhin vom sehr guten wirt- schaftlichen Umfeld profitiert, das von einer starken Kreditnachfrage und der Auflösung von Risikovorsorgen geprägt war.“ Die Rahmenbedin- gungen der europäischen Finanzmärkte gestal- teten sich laut OeNB im zweiten Halbjahr 2018 angesichts einer Fortsetzung des Wirtschaftsauf- schwungs günstig. 1 ER PLATZ für die Schoellerbank. Der „Elite Report“, der größte Bankentest im deutsch- sprachigen Raum, kürte wieder die besten Ver- mögensverwalter. 354 Banken aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein wur- den geprüft. Erfreuliches Ergebnis für die Schoel- lerbank:Sie erhielt erneut die höchste Punkte-An- zahl und findet sich bereits zum siebten Mal in Folge auf Platz eins wieder. ZAHLENSPIEL WECHSEL. 2019 wird es eine Änderung in der Zusammensetzung des Vorstands der Zürcher Kantonalbank Österreich geben. Der Aufsichts- rat hat beschlossen, die Führung in die be- währten Hände der drei bestehenden Vorstän- de Michael Walterspiel, Christian Nemeth und Hermann Wonnebauer zu legen. Innerhalb des dreiköpfigen Vorstands wird Hermann Wonnebauer ab 1.April 2019 den Vorsitz über- nehmen. Lucien Berlinger wird wiederum bis 31. März 2019 Vorsitzender des Vorstands der Zürcher in Österreich bleiben und dann wie geplant zur Konzernmutter nach Zürich zurück- kehren.Mit Wonnebauer wird laut Aussendung einer der erfahrensten Private Banker in Öster- reich an der Spitze der Bank stehen. ZÜRCHER: Neuer Vorsitzender Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender Erste Group Bank 2 018 war ein Jahr im Zeichen der Digi- talisierung – und ein erfolgreiches zugleich: Laut Standard & Poor’s gehört das österreichische Bankensystem zu einem der zwölf stärksten weltweit. Es ist weit- gehend gelungen, sich auf die neuen Rah- menbedingungen einzustellen und das klassische Geschäft mit modernen Online- Lösungen zu verknüpfen. Die Richtung stimmt, was erwartet uns nun? Im Volksmund heißt es: Neues Jahr, neues Glück. Umgemünzt auf Finanzinstitute bringt 2019 hoffentlich auch Glück, vor allem jedoch zusätzliche regulatorische Vorgaben, die eine Weiterentwicklung oder gar Neuerstellung von Berechnungsmethoden, Meldestandards und Überwachungsverfahren erfordern. Banken haben dafür eine eigene Compliance-Funk- tion einzurichten und einen entsprechenden Beauftragten zu nominieren. Im Frühjahr wird die Finalisierung der CRR II/CRD V erwartet. Darüber hinaus müssen Banken 2019 erst- malig eine MREL-Quote (Minimum Require- ment for Own Funds & Eligible Liabilities) er- füllen. MREL soll sicherstellen, dass ein aus- reichendes Maß an Eigenmitteln für den Ab- wicklungsfall vorhanden ist, indem für einen Bail-in geeignete Verbindlichkeiten zur Verfü- gung stehen. Zahlreiche Neuerungen, die erst 2020 in Kraft treten, gilt es ebenso vorzube- reiten. Das heißt etwa, auf Basis von BCBS (Basel Committee on Banking Supervision)- Papieren umgesetzte Themen einem Review zu unterziehen und andere bis zuletzt in um- fangreicher Überarbeitung befindliche Rege- lungen wie FRTB (Fundamental Review of the Trading Book) zu analy- sieren und zu beurtei- len. Unsere Herausfor- derung besteht darin, mit gezielten strate- gischen Anpassungen den Spagat zwischen steigenden Bürokra- tie-Kosten, Konsolidie- rungsmaßnahmen und voranschreitender Di- gitalisierung zu schaf- fen. Konsequent nach innen, sanft für den Kunden, der davon nichts spüren soll. Banken, denen dies besser gelingt als anderen, wer- den einen Wettbewerbsvorteil erzielen. www.hyponoe.at Die perfekte Balance finden MAG. MARIO MAGADITSCH, Abteilungsleiter Strategisches Risikomanagement HYPO NOE LANDESBANK FÜR NIEDERÖSTERREICH UND WIEN AG KOLUMNE Hermann Wonne- bauer, Vorstand Zürcher Österreich

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