GELD-Magazin, November 2018

BANKING Panorama 26 ° GELD-MAGAZIN – NOVEMBER 2018 97,6 PROZENT von1000befragten Österreichern gaben im Rah- men des Income-Barometers 2018 von JPMor- gan Asset Management an,mindestens ein Spar- produkt zu nutzen. Die Studie kommt somit unter anderem zu folgendem Ergebnis: Waren die fi- nanziellen Mittel bei vielen Menschen in früheren Zeiten zu gering, um überhaupt etwas auf die hohe Kante zu legen, ist Sparen heutzutage weit verbreitet. Gehen wir weiter ins Detail der Umfra- geergebnisse: Das Tagesgeld ist in ganz Öster- reich die beliebteste Sparform und wird mit 86,7 Prozent nach wie vor intensiv genutzt.Der höchste Anteil ist im Burgenland (90,9 Prozent) und Salz- burg (90,5 Prozent) zu finden – in Voralberg wird Tagesgeld dagegen mit 76,7 Prozent im Ver- gleich am wenigsten genutzt. Die zweitbe- liebteste Sparform der Österreicher ist mit 67,1 Prozent das Sparbuch, doch auch hier gibt es zum Teil große regionale Unterschiede: In Salz- burg sind mit 79,4 Prozent die fleißigsten Sparer zu finden, in der Steiermark ist das Sparbuch mit 59,9 Prozent im Regionalvergleich am wenigsten beliebt. Ebenfalls weit verbreitet sind Lebens- oder Rentenversicherungen, die durchschnittlich von 57,6 Prozent der Österreicher genutzt wer- den. Die meisten Anhänger haben diese Versi- cherungsprodukte mit 69,7 Prozent im Burgen- land, während in Wien (52,1 Prozent) und Tirol (50,6 Prozent) nur rund jeder Zweite diese Anla- geform nutzt. Das Income-Barometer zeigt auch: Trotz inzwischen zehn Jahren Niedrigzinsumfeld mit immer geringeren Erträgen für Spareinlagen sind bislang viele Österreicher noch nicht vom Sparer zum Anleger geworden. So nutzen bislang lediglich 38,1 Prozent der befragten Österreicher die Ertragskraft des Kapitalmarkts – am häu- figsten in Oberösterreich mit 44,9 Prozent, ge- folgt von Salzburg (42,9 Prozent) und Voralberg (41,9 Prozent) sowieTirol (41,2 Prozent).Die we- nigsten Anleger sind mit 31,2 Prozent in Wien, 32,8 Prozent in Kärnten und 33,3 Prozent im Bur- genland zu finden. Auch Anleger in Investment- fonds sind am häufigsten in Oberösterreich ver- treten (29,9 Prozent), Schlusslicht sind mit 20,5 Prozent die Wiener.Beim Aktienbesitz liegen wie- derum die Salzburger vorn (25,4 Prozent). Unter dem Landesdurchschnitt von 20,8 Prozent liegt vor allem das Burgenland mit 12,1 Prozent. ZAHLENSPIEL UNTER DER LUPE. Die österreichischen Kre- ditinstitute Erste Group sowie Raiffeisen Bank In- ternational (RBI) weisen beimaktuellenStresstest der Europäischen Ban- kenaufsichtsbehörde (EBA) selbst nach einem harten Stress-Szenario höhere Kernkapitalquo- ten aus als beim vorigen Test im Jahr 2016. „Die Stresstestergebnisse zeigen somit einmal mehr, wie wichtig es war, dass die österreichischen Banken ihre Kapital- basis über die letzten Jahre gestärkt haben“, sagte Andreas Ittner, Vize-Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank. Zusammen- gefasst:Sowohl Erste Group als auch RBI haben ihre Ausgangskapitalausstattung im Vergleich zum Stresstest 2016 deutlich verbessert, sie liegen damit im europäischen Vergleich je- doch immer noch unter dem Durchschnitt. STRESSTEST: Bestanden OSTEUROPA-SPEZIA- LISTEN. Capital Finance I n te r na t i ona l ( CF I ) ist ein renommiertes Londoner Print- und Onlinemagazin, das über volkswirtschaftlich und finanzwirtschaft- lich relevante Themen berichtet. CFI ehrt jähr- lich Organisationen, die Vorreiterrollen in ihren jeweiligen Wirtschaftsbereichen einnehmen und zur Wertschöpfung aller beteiligten Sta- keholder beitragen. Dieses Jahr wurde die Raiffeisen Centrobank (RCB) zum zweiten Mal in Folge für ihr herausragendes Engagement im Bereich der Strukturierten Produkte in Zen- tral- und Osteuropa ausgezeichnet. „Dieser Preis belohnt unser kontinuierliches Engage- ment und die Exzellenz in unseremKernmarkt“, freut sich Heike Arbter , Leitung Strukturierte Produkte bei der RCB. RCB: Ausgezeichnet BLICK IN DIE ZUKUNFT. Banken, Fintechs und Experten aus Beratungsunternehmen diskutierten bei den Digital Banking Days in Frankfurt im vergangenen Oktober über inno- vative Geschäftsmodelle in der Finanzbranche. Das Themenspektrum reichte von neuen stra- tegischen Konzepten wie dem situativen und emotionalen Banking bis zur Bedeutung der Künstlichen Intelligenz für die Kunden und Mitarbeiter von Kreditinstituten. Dabei gaben Vertreter verschiedener Unternehmen Ein- blicke in Digitalisierungsprojekte ihrer Häuser. Madeleine Sander, Head of Corporate Deve- lopment bei der Privatbank Hauck &Aufhäuser, berichtete etwa über das agile Vorgehen ihrer Bank bei der Entwicklung einer digitalen Platt- form für die Vermögensverwaltung im Private Banking. Maik Ludewig, Chief Product Officer bei Raisin, erläuterte, wie sein Unternehmen mit weltsparen.de , einem Portal für einfache Spar- und Investmentprodukte, bereits heute eine Open Banking-Philosophie lebt. BANKING DAYS: Neue Trends VERMÖGEND. Das Bankhaus Spängler er- hält in seiner Linzer Niederlassung mit Pe- ter Forstner (49) einen Leiter für das neu ge- gründete Team „Family Management“. Neben der Betreuung von Finan- zierungskunden wird er in dieser Position ver- mögende Familien und Privatpersonen sowie Familienunternehmen und Privatstiftungen beraten. Forstner verfügt über langjährige Erfahrung als Finanzierungs- berater. Der gebürtige Linzer hat an der WU Wien das Studium der Handelswissenschaft absolviert und startete wenig später seine Karriere in der Bankenbranche. Vor seinem Wechsel zu Spängler war er 22 Jahre lang in der VKB-Bank tätig,zuletzt leitete er dort als Be- reichsdirektor die Großkundenbetreuung. SPÄNGLER: Neues Team Andreas Ittner, Vize-Gouverneur OeNB Heike Arbter, Leitung Strukturierte Produkte, RCB Peter Forstner, Lei- ter Family Manage- ment, Spängler CREDITS: beigestellt, Archiv

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