GELD-Magazin, Juli/August 2018

70 ° GELD-MAGAZIN – Juli/august 2018 Die konsequente Ausrichtung des Portfolios der Immofinanz AG auf definierte Marken – wie Stop Shop, Vivo! und myhive – macht sich bezahlt. Das Unternehmen hat im ersten Quartal überzeugende Zahlen veröffent­ licht. Die Mieterlöse stiegen um 3,3 Prozent auf 59 Millionen Euro, das EBIT von 13,9 auf 31,7 Millionen Euro. Die Netto-Finanzierungskosten haben sich um 10,3 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro verringert. GELD ° Wie sehen Ihre Ziele produkt- und unternehmensbezogen für das laufende Geschäftsjahr aus? Oliver Schumy : Unser Portfolio ist nunmehr auf die zwei Assetklassen Büro und Einzelhan- del sowie auf unsere drei Marken myhive für Büroimmobilien sowie STOP SHOP und VIVO! für Retail Parks und Einkaufszentren ausge- richtet. Bereits 70 Prozent unserer Mieterlöse entfallen auf diese Marken, die von denMietern sehr gut angenommen werden. Das spiegelt sich auch im hohen Vermietungsgrad von über 94 Prozent wider. Bei myhive – wir haben bereits 20 Büroimmo- bilien in fünf Ländern – werden wir weitere Standorte in die Marke integrieren, etwa in Warschau und in Wien. Die Anzahl unserer STOP SHOPs wollen wir von derzeit 72 Stand- orten in acht Ländern auf an die 100 Standorte ausbauen. Dafür sondieren wir auch Portfolio- Zukäufe. Unsere Retail Parks erwirtschaften Mietrenditen von um die acht Prozent und sind deshalb ein sehr interessantes Produkt. Ein wichtiger Fixpunkt im laufenden Jahr ist auch die Fertigstellung unserer beiden gro­ ßen Büroprojekte in Düsseldorf mit insgesamt knapp 60.000 m². Das ist zum einen die globa- le Firmenzentrale für trivago, zum anderen das neue Headquarter für den Uniper-Konzern. Aus diesen vollvermieteten Projekten werden wir künftig zusätzlich rund 16 Millionen Euro pro Jahr an Mieterlösen generieren. Das ist so- mit eine wichtige Stütze für unseren FFO. Diese Funds from Operations – das ist eine wichtige Rentabilitätskennzahl in unserer Branche – sol- len im Jahr 2019 bei über 100 Millionen Euro liegen. AmWeg dorthin helfen uns auchKosten­ einsparungen etwa bei Finanzierungen und im operativen Bereich. Mit unseren Zahlen für das erste Quartal 2018 haben wir gezeigt, dass wir am richtigen Weg sind, um diese Ziele zu errei- chen. Und mögliche Zukäufe von Immobilien sind dabei noch nicht eingerechnet. Die liquiden Mittel der Immofinanz lagen zum Ende des ersten Quartals bei 509,6 Millionen Euro. Durch den Verkauf des CA Immo-Pakets kommen knapp 800 Millionen Euro hinzu.Wie planen Sie das Kapital zu verwenden? Zuerst werden wir eine Konzernfinanzierung über 250 Millionen Euro tilgen, die wir im Zusammenhangmit demErwerbdes CA Immo- Anteils aufgenommen und im Vorjahr leicht aufgestockt haben. Der Nettozufluss nach Abschluss des Verkaufs wird sich somit auf voraussichtlich rund 508 Millionen Euro be- laufen. Einen Teil dieser Mittel werden wir für einen weiteren Rückkauf eigener Aktien im Volumen von bis zu 9,7 Millionen Stück verwenden. Das entspricht ca. 8,66 Prozent unserer gesam­ ten Aktienanzahl. 1,5 Millionen Stück eigene Aktien halten wir bereits aus einem Rückkauf- programm, das wir zwischen März und Juni dieses Jahres getätigt haben. Insofern können credit: beigestellt Nachhaltige Dividendenpolitik – umfangreiche Aktienrückkäufe Dr. Oliver Schumy, CEO Immofinanz Group

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