1. April 2025

Emerging Markets: Positive Signale

Trotz einer herausfordernden Dekade für Schwellenländeraktien mehren sich die Anzeichen, dass die Fundamentaldaten wieder für Emerging Markets sprechen. Steigende Unternehmensgewinne und eine attraktive langfristige Entwicklung machen sie für Anleger erneut interessant.

Sammy Suzuki, Head – Emerging Markets Equities bei AllianceBernstein

Warum es jetzt riskant sein könnte, Emerging Markets-Aktien zu ignorieren – und welche Strategien Vertrauen schaffen können, erklärt Sammy Suzuki, Head – Emerging Markets Equities bei AllianceBernstein: „Aktien aus Schwellenländern starten stark ins Jahr 2025 und verzeichneten bis zum 14. März in US-Dollar gerechnet ein Plus von 4,5 Prozent. Anlegern ist ihre Vorsicht jedoch verzeihlich. Schließlich hatten die Schwellenländer im letzten Jahrzehnt mit Schwierigkeiten zu kämpfen.“

Dynamik nimmt zu

„Doch heute gewinnen die Fundamentaldaten von Emerging Markets-Aktien dank steigender Gewinnprognosen an Dynamik. Und die Performance sieht aus längerfristiger Perspektive besser aus. Unsere Analyse zeigt, dass Emerging Markets-Aktien trotz Schwankungen seit 2001 ihre Pendants aus Industrieländern (DM) übertroffen haben. Diese langfristige Performancelücke, gepaart mit den Tücken des Markttimings, macht es unserer Ansicht nach für Anleger riskant, abseits zu bleiben – insbesondere, wenn die Schwellenländer ihre jüngsten Gewinne halten können.

Bedenken Sie die Kosten: Würde ein Anleger seit 2001 nur 5 Prozent seiner besten Emerging Markets-Monate – also nur 19 von 290 Monaten – verpassen, hätten Schwellenländer-Aktien auf Jahresbasis eine Underperformance von 3,0 Prozent gegenüber DM-Aktien erzielt. Selbst das Verpassen von fünf oder zehn der besten Monate von Emerging Markets-Aktien innerhalb des 24-Jahres-Zeitraums würde zu einer Underperformance gegenüber DM-Aktien führen. Fazit: Investieren ist besser.“

Strategien zur Vertrauensgewinnung

„Natürlich läuft es nicht immer rund. Aber wer Emerging Markets-Aktien während ihrer besten und schlechtesten 15 Monate seit 2001 hielt, hätte DM-Aktien jährlich um 1,8 Prozent übertroffen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass Schwellenländer-Aktien seit 2001 ihre DM-Pendants um mehr als 3 Prozent pro Monat übertrafen, etwas häufiger als sie um 3 Prozent pro Monat unterdurchschnittlich abschnitten.

Natürlich haben nicht alle Anleger einen langfristigen Anlagehorizont, und Schwellenmärkte bergen besondere Risiken. Da es bekanntermaßen schwierig ist, den richtigen Marktzeitpunkt zu finden, sollten Anleger unserer Meinung nach Emerging Markets-Strategien suchen, die das Vertrauen in eine langfristige Anlage stärken. Dazu gehören Portfolios, die darauf abzielen, Volatilität durch defensive Strategien oder die Konzentration auf hochwertige, profitable Unternehmen mit attraktiven Bewertungen auszugleichen. Angesichts ihrer langfristigen Widerstandsfähigkeit und ihres erheblichen Alpha-Potenzials halten wir es für an der Zeit, dass Anleger, die möglicherweise unterinvestiert in Schwellenländer-Aktien sind, diese genauer unter die Lupe nehmen.“

AllianceBernstein/HK

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