GELD-Magazin, Juli/August 2018

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aktien  ° Anlagetipps 66 ° GELD-MAGAZIN – Juli/August 2018 Ohne schnelle Prozessoren läuft heute gar nichts mehr. Auch Strom sparend und effizient müssen sie sein. Was sich heute in einem Smartphone befindet, hat noch vor fünfzehn Jahren hoch ausgerüstete Spezialrechner an- getrieben.Aber auch im Bereich der Grafik hat sich vieles getan. Moderne Anwendungen sind so anspruchsvoll, dass auch die Chips immer mehr leisten müssen.EineTop-Aktie aus diesem Bereich ist und bleibt Intel,die 2017 den Umsatz um 5,7 Prozent auf rund 62,8 Milliarden Dol- lar steigern konnte.Der Gewinn ging dabei zwar um 6,9 Prozent auf rund 9,6 Milliarden Dollar zurück,verantwortlich dafür waren aber Sonder- belastungen. Klammert man diese aus, konnte Intel das operative Ergebnis um 39,3 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar steigern. Damit zählt 2017 zu den erfolgreichsten Geschäftsjahren in der Konzerngeschichte. Intel ist einer der ersten Konzerne, die das Internet der Dinge, also die intelligente Vernetzung von Alltagsgegenstän- den, als eigenen Geschäftsbereich bilanzieren. Zwar macht dieser Bereich erst fünf Prozent des Umsatzes aus, langfristig wird sich das aber dramatisch ändern.Eine Dividendenrendite von 2,0 Prozent kommt noch oben drauf. INTEL ° Offensive im Bereich des „Internet der Dinge“ Trade Agreement) und der Infragestellung des regelbasierten globalen Handelssystems trägt Trump bereits einiges zur Verunsiche- rung der Wirtschaft bei. Wenn es so weiter- geht, könnten am Ende die USA als der größte Verlierer dastehen. Vor allem wenn die restlichen Staaten sich weiter für jene globale Handelsordnung stark machen, die jahrzehntelang von den Amerikanern pro- pagiert wurde. Anleger sollten in den kom- menden Monaten vorsichtig agieren. Am besten scheint derzeit Asien zu sein – so- wohl was das ökonomische Wachstums, als auch was das Gewinnwachstum der Unter- nehmen anbelangt. Vor Kurzem wurden China-Fonds aufgelegt, etwa von der UBS, die einen Fokus auf A-Aktien an den Börsen Shanghai und Shenzhen legen. Anleger sollten diese Investments genauer unter die Lupe nehmen, es könnte sich lohnen. stark expandierte. Die Kombination stei- gender Zinsen bei gleichzeitig steigenden Staatsdefiziten ist sehr ungewöhnlich.Wenn die Stimmung dreht, kann es schnell zur massiven Korrektur kommen. Etwa wenn sich zeigt, dass am Ende die Amerikaner selbst die größten Verlierer des aktuellen Handelskonflikts werden sollten. Denn Mexiko und Kanada sind nach den beiden Kennzahlen Außenhandelsbeitrag und An- teil der Exporte in die USA bisher die am meisten von den Zöllen betroffenen Länder. Doch anders als das, was US-Präsident Trump und sein Team zu glauben scheinen, ist Handel kein Nullsummenspiel. Wenn ein Land anfängt, unter Handelsstreitig- keiten zu leiden, dann leiden seine Nach- barn mit. Im Falle von Nordamerika sind es also die USA. Durch die Neuverhandlung des NAFTA-Vertrags (North American Free E in Zusammenhang, der als Warnsignal verstanden werden sollte, sind lang­ fristige Zinssteigerungen in den USA und Schwächen am Aktienmarkt. Seitdem die US-Notenbank 1913 gegründet wurde, hat es 18 Phasen mit steigenden Zinsen gege- ben. Und am Ende dieser Phasen ist es immer zu einem deutlichen Einbruch am Aktienmarkt gekommen. Meist auch des- halb, da die Wirtschaft in die Rezession ab- geglitten ist. Nun tauchen Stimmen auf, die sagen: Dieses Mal ist alles anders. Aber bei einer solchen Ansicht handelt es sich um einen Irrtum. Natürlich ist möglich, dass die US-Wirtschaft erst einmal noch weiter- wächst und auch die Aktienkurse noch wei- ter steigen – und das, obwohl die US-Noten- bank schon seit Ende 2015 die Zinsen an- hebt. Historisch gesehen hat die Fed immer die Zinsen gesenkt, wenn das Budgetdefizit charts: onvista.de Die Intel-Aktie befindet sich in einem steilen Aufwärtstrend. Die- ser wurde zuletzt aber nach unten durchbrochen. Anleger sollten sich daher erst bei rund 40 Dollar positionieren. Das Stopp Loss liegt bei 33,80 Euro. ISIN US4581401001   Börse Frankfurt (Xetra) Die Vergangenheit ist oft ein guter Ratgeber. Das gilt auch an den Finanzmärkten. Die Geschichte wiederholt sich und in vielen Fällen treten bestimmte Muster regelmäßig auf. Das könnte auch diesmal so sein. Zum Beispiel dämpften Zinsanstiege in der Vergangenheit immer das Wachstum. Wolfgang Regner Zinswende birgt Gefahren für die Aktienmärkte

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