GELD-Magazin, Juli/August 2018

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aktien Panorama CrediTS: beigestellt Deutsche Börse. Ab dem 24. September wird die Deutsche Börse-Tochter Clearstream Aktien von Cannabis-Produzenten vom Han- del aussetzen. Der Grund dafür sind nicht moralische Bedenken, sondern eine Vorga- be aus Luxemburg, nach der neuerdings der Handel mit Cannabis-Aktien als illegal ein- gestuft wird. Da ausländische Aktientitel von Clearstream Deutschland auch in Luxemburg verwahrt werden,fallen sie somit auch unter die Luxemburger Restriktion. Mehr Nettogewinn .Obwohl die Probleme in der Türkei dem Caterer Do&Co im Jahr 2017/18 knapp sechs Prozent anUmsatz gekos­ tet haben und dieser damit auf 861,4 Millionen Euro gesunken war, schaute unterm Strich mit 24,4 Millionen Euro (nach 20,8 Millionen Euro) mehr Gewinn heraus. Allein negative Wäh- rungseffekte und das Sparprogramm derTurkish Airline schmälerten die Erlöse ummehr als 100 Millionen Euro.Auch derAusfall von Niki und das Fehlen der Fußball-EM wirkten sich ungünstig aus.Für heuer rechnet Do&Co jedoch mit neuen Aufträgen aus laufenden Ausschreibungen, wie z.B.von British Airways und/oder Iberia. DO & Co leidensweg für Agrana Valneva Aus für Cannabis-Aktien Amazon kauft apotheke Unsicherheit bei Kapsch TC Pillpack. Amazon-Gründer Jeff Bezos ist nicht ohne Grund innerhalb eines Jahrzehnts zum reichsten Mann der Welt aufgestiegen. Er hat einfach einen ausgeprägten Spürsinn für lukrative Geschäfte. Jetzt erweitert er seine Online-Stores mit dem Kauf eines Medikamen- tenhändlers. Die Übernahme von Pillpack ließ er sich etwa knapp ein Milliarde Dollar kosten. Pillpack ist auf die Betreuung von Patienten spe- zialisiert,dieArzneimittel auf Rezept bekommen – die Firma stellt die Medikamente zusammen und organisiert den Versand. Kurz zuvor hieß es noch, dass der US-Konsumriese Walmart Pillpack übernehmen wolle, doch offensicht- lich hat Amazon den Konkurrenten,der zügig in das Onlinegeschäft drängt, hier ausgestochen. Der Kauf von Pillpack ist aber nicht der einzige Schritt, den Amazon in den Gesundheitsmarkt setzen will. Jeff Bezos kündigte zudem an, ge- meinsammit Investor Warren Buffett und Jamie Dimon, Chef von JPMorgan, die Gesundheits- versorgung der Mitarbeiter zu verbessern und zunehmend selbst in die Hand zu nehmen. liberalisierter Zuckermarkt. Die Auf- hebung der Quotenregelung für Zucker ab 1. Oktober 2017 in der Europäischen Union führte folglich zu einem Rückgang der Preise. Bei Agrana wirkte sich das im Geschäftsjahr 2017/18 noch gering aus.Doch im ersten Quar- tal musste ein deutlicher Rückgang sowohl des Umsatzes wie auch des Ergebnisses in Kauf ge- nommen werden. Die Erlöse sanken um 7,9 Prozent auf 630 Millionen Euro, das Betriebser- gebnis halbierte sich beinahe auf 37 Millionen Euro.Als Folge dessen legte Agrana „aufgrund der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen im europäischen Zuckermarkt“ den geplanten Kauf des serbischen Zuckerherstellers Suno- ko auf Eis. Die Analysten von Goldman Sachs senkten daraufhin das Kursziel von 100 auf 95 Euro. Nun meldete Agrana den Kauf des alge- rischen Fruchtzubereiters Elafruits, der mit 100 Mitarbeitern rund sieben Millionen Euro um- setzt.Weltweit ist es damit der 29.Standort von Agrana für Fruchtzubereitung. Gute Phase I-Daten. Valneva ist bei seinem Impfstoffkandidaten gegen Lyme-Borreliose (VLA15) einen Schritt weitergekommen. Wie das Impfstoffunternehmen am 3. Juli mitteilte, habe man das Phase-1-Abschlussverfahren mit der US Food and Drug Administration (FDA) er- folgreich beendet. Die klinische Phase II soll Ende 2018 starten. Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Infektionserkrankung, die u.a. Haut, Gelenke, Herz,Augen oder Nervensystem betrifft.Allein in Österreich erkranken jährlich zwischen 10.000 und 24.000 Personen an Borreliose. In Luxemburg ist der Handel mit Cannabis- Aktien illegal. Ein Impfstoff gegen die durch Zecken übertra­ gene Borreliose hat ein enormes Marktpotenzial. 62 ° GELD-MAGAZIN – JULI/AUGUST 2018 Diversifikation geplant. Kapsch Traf- ficCom versucht zwar mit allen rechtlichen Mitteln, den Betrieb der beiden Mautprojekte in Tschechien und in Polen zu behalten, doch es scheinen andere Unternehmen als (Weiter-) Betreiber die besseren Karten in der Hand zu haben. Immerhin geht es dabei für Kapsch Traf- ficComumrund ein Fünftel des Jahresumsatzes. 2017/18 konnte dieser noch um 6,9 Prozent auf 693,3 Millionen Euro gesteigert werden,die Profitabilität sank jedoch, der Gewinn gab um 34,3 Prozent auf 28 Millionen Euro nach. Die Dividende wird dennoch bei 1,50 Euro je Aktie stabil gehalten, was einer Dividendenrendite von 3,82 Prozent entspricht. Die weitere Strategie des Vorstands ist nun eine breitere Aufstellung, um die Abhängigkeit von Großprojekten zu verringern. So wurden neue Projekte in den USA und in Afrika gestar- tet. Zugleich will Kapsch TrafficCom stärker in den Bereich Verkehrsmanagement hineinwach- sen und rechnet sich hier auch Chancen beim Thema „autonomes Fahren“ aus.

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