GELD-Magazin, Juli/August 2018

GELD-Magazin, Juli/August 2018

banking Panorama 20 ° GELD-MAGAZIN – Juli/august 2018 Ausgewogener Mix. „Mit einer Aktien­ quote von unter 30 Prozent im Portfolio ist keine Rendite zu erzielen.“ – Mit dieser klaren Festlegung hielt Andreas Beck , Gründer und Vorstandssprecher des Instituts fürVermögens­ aufbau (IVA) München, bei der Veranstaltung „Wunsch und Wirklichkeit in der Vermögens­ anlage“ des Bankhauses Krentschker sein Plädoyer für einen aussichtsreichen Mix im Vermögensmanagement. Untermauert wurde Becks Einschätzung von Krentschker-Portfolio­ manager Florian Schuh , der Investments in Anleihen aktuell als „herausfordernd“ bezeich­ krentschker: „Wunsch und Wirklichkeit“ nete: Um dabei Verluste durch Schwankungen bei Zinsen und Währungen möglichst zu ver­ meiden, setzt er auf kurze Durationen, gute Bonitäten und Instrumente zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos. Alexander Eberan , Vorstand bei Krentschker,fügte im Rahmen der Veranstaltung hinzu: „Es gibt zwei Entschei­ dungen, die meist nicht gut funktionieren: Die eine ist es, rechtzeitig zu kaufen, und die an­ dere, zum besten Zeitpunkt zu verkaufen.“ Die einzig richtige Antwort laut Eberan: Anti­ zyklisch investieren und die vereinbarte Quote in der Aufteilung der Assets strikt beibehalten. Studien würden laut dem Ex­ perten zeigen, dass mehr als 90 Prozent des Veran­ lagungserfolges von der individuellen, strategischen Vermögensstruktur und nur zu einem geringen Prozent­ satz von anderen Faktoren wie Timing, Stock Picking etc. abhängen (imBild v.l.:Schuh, Beck, Eberan). Sparbuch & Wert- papiere. Österreichs Haushalte zählen zu den disziplinierten Spa­ rern in Europa, sie sind bekanntlich aber nur zu einem geringen Teil in Investmentfonds ver­ anlagt. Die Bawag will nun mit der „AnlageKombi“ den Geschmack der Österreicher treffen. Es handelt sich hier um die Verbindung eines Kapitalsparbuchs mit gleichzeitiger Veranlagung in ausgewählte Wertpapiere. Markus Gremmel , Bereichsleiter für Marketing und Produkte,erklärt:„Wir warten nicht,bis die EZB die Zinsen anhebt – und erhö­ hen deshalb den garantierten Einlagenzins für ein auf sechs Monate gebundenes Kapitalspar­ buch auf drei Prozent, wenn Kunden ein neues Depot eröffnen und in Wertpapiere veranla­ gen.“ Dieses Angebot ist für Neudepotkunden bis 31.08.2018 gültig. Im Aktionszeitraum beträgt die maximale Einlagenhöhe am Kapi­ talsparbuch 25.000 Euro. bawag: Neues Produkt Stärkere zusammenarbeit. Die Uni­ Credit wird ihre strategische Beteiligung an Kepler Cheuvreux nach sieben Jahren Part­ nerschaft im Bereich Equity Capital Markets (ECM) von 5,2 auf 10,3 Prozent erhöhen.Dank der Kooperation mit Kepler Cheuvreux hat Uni­ Credit ihre Führungsposition im ECM-Geschäft kontinuierlich ausgebaut und verfügt über eine Research- und Vertriebsplattform, die laut Angaben des Unternehmens die weltweit größte Investorenbasis erreicht. Olivier Khayat, Co-Head des Corporate und Investment Ban­ king der UniCredit, kommentiert die aktuelle Entwicklung: „Wir haben uns entschlossen, unseren Anteil an Kepler Cheuvreux zu erhö­ hen, um den Erfolg und die Bedeutung dieser strategischen Allianz noch deutlicher zu unter­ streichen.“ Die Erhöhung erfolgt im Rahmen der Neuordnung der Beteiligungsstruktur von Kepler und steht unter dem Vorbehalt der Zu­ stimmung der Aufsichtsbehörden. Volksbank Wien: Verurteilt Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Mit 1. Juli hat Martin Hauer die Vorstandsposition in der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien einge­ nommen.Hauer ist bereits seit November 2011 Generalsekretär der Raiffeisen-Holding und der RLB NÖ-Wien. Seit November 2017 verantwor­ tet er zudem als Generalbevollmächtigter die Neuausrichtung des Retailgeschäfts in Wien. Begonnen hat er seine berufliche Laufbahn im Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts, von wo aus er während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft an die Ständige Ver­ tretung Österreichs nach Brüssel entsandt worden ist.Weitere Sta­ tionen seiner Laufbahn waren die Leitung der EU-Koordination im Landwirtschaftsministe­ riumsowieKabinettschef im Finanzministerium. Neu im Vorstand Streit um Zinsen. Laut einem Bericht der APA ist die Volksbank Wien zur Rückzahlung von zu viel verrechneter Zinsen (nicht rechts­ kräftig) verurteilt worden. Hintergrund: Nach mehreren Urteilen des Obersten Gerichtshofs haben zahlreiche österreichische Banken, die Negativzinsen nicht an ihre Kreditnehmer wei­ tergegeben haben, die zu viel verrechneten Zinsen mittlerweile zurückgezahlt – allerdings nur an Privatkunden. Die Banken argumen­ tierten bisher so,dass sich die entsprechenden Urteile auf das Konsumentenschutzgesetz stüt­ zen.Diese Begründung könnte allerdings nicht halten. Das Handelsgericht Wien urteilte nun nämlich unter Berufung auf das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch, dass Zinsuntergren­ zen ohne gleichzeitige Zinsobergrenzen auch bei Krediten von Unternehmen „gröblich be­ nachteiligend“ und somit nichtig sind. Dieses Urteil könnte nun zu einer regelrechten Flut an Klagen gegen Banken führen. UniCredit / kepler CrediTS: beigestellt, Raiffeisen/Topf

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