GELD-Magazin, Juni 2018

Ertrag p.a.) würde sich der Erfolg bei nur einem Prozent Renditeunterschied von 958.000 Euro auf 726.000 Euro reduzieren, bei zwei Prozent weniger auf 556.000 Euro. Dazwischen liegen 400.000 Euro oder ein stolzes Einfamilienhaus – haben oder nicht haben. Für die direkte Veranlagung in Aktien, Aktienfonds bzw. Aktien-ETFs sprechen die geringeren Spesen, da keine Abschluss­ provisionen und auch keine Verwaltungs­ gebühren von Seiten der Versicherungen anfallen. Für einen Aktiensparplan im „Mantel“ einer fondsgebundenen Lebens­ versicherung spricht hingegen die geringere Steuerbelastung. Und die ist zurzeit leider heftig. 27,5 Prozent KESt. kassiert das Fi­ nanzamt für jede Wertsteigerung – sowohl für Kursgewinne wie auch für Dividenden­ auszahlungen. Verluste sind nicht vortrags­ fähig. Das beweist die Kurzsichtigkeit un­ serer Politik bzw. böse Zungen könnten be­ haupten, dass die Versicherungslobby in Österreich dominant ist. Die Krux mit der Steuer Legt man durchschnittliche Kosten der Versicherungen zugrunde – also vier Pro­ zen Versicherungssteuer bei jeder Prämien­ einzahlung und Verwaltungsgebühren von rund ein Prozent p.a., dafür aber eine Be­ freiung von der Kapitalertragsteuer –, so rechnet sich ein Aktienportfolio im „Versi­ cherungsmantel“ bzw. einer Pensionskasse eindeutig besser. Man sollte hier jedoch un­ bedingt auf die laufenden Gebühren achten. Wie gesagt, jedes Zehntelprozent entschei­ det über zigtausend Euro Anlageerfolg. Sollte die KESt. für Vorsorgelösungen fal­ len, sind direkte Aktienveranlagungen (In­ vestmentfonds bzw. ETFs) die eindeutig bessere Lösung. Juni 2018 – GELD-MAGAZIN ° 79 Das Risiko von Aktien sinkt über viele Jahre gegen null Seit 1950 lag ein DAX-ETF in jeder Periode über 15 Jahre im Plus. Das Verlustrisiko lag ab dieser Veranlagungsdauer praktisch bei null. Performance des DAX-Index bestes/schlechtestes Ergebnis Quelle:dividendenadel.de 100% 80% 60% 40% 20% 0% –20% –40% –60% Als Millionär in Pension °  Brennpunkt Anteil positiver Perioden 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 Rollierender Zeitraum in Jahren DAX seit 1950 Seit 1950 legte der DAX um 2700 Prozent zu – das sind relativ genau fünf Prozent p.a. 0% 500% 1.000% 1.500% 2.000% 2.500% 3.000% 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 Die Rendite entscheidet über eine Pension in der Karibik oder im finsteren Gemeindebau

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