GELD-Magazin, Juni 2018

versicherung Panorama 76 ° GELD-MAGAZIN – Juni 2018 Zahlenspiel 20 bis 60 Prozent eines Unterneh- menswertes macht durchschnittlich gesehen alleine die Reputation aus, so GrECo JLT. Das Unternehmen ist Österreichs führen- der Versicherungsberater und -makler für die Industrie, den Handel, das Gewerbe und den öffentlichen Sektor.Der Reputationsverlust und die Beeinträchtigung des Markenwerts wiegen laut GrECo JLT schwer und zählen mittlerweile zu den Top-Ten-Unternehmensrisiken. Bei ös- terreichischen Riskomanagern rangieren sie laut dem bekannten Allianz Risk Barometer 2018 sogar an 4. Stelle, hinter Betriebsunter- brechungen, Cybervorfällen und Naturkata- strophen. Der digitale Wandel, der Aufstieg der sozialen Medien und dieVerunsicherung durch Fake News begünstigen noch dazu Reputati- onskrisen. In diesem Zusammenhang sollte man bedenken: Jeder der zwei Milliarden Smartphone-User kann heutzutage Nachrich- ten erstellen oder weiterleiten, mehr als zwei Drittel aller Krisen verbreiten sich innerhalb eines Tages weltweit. Eine negative Berichter- stattung im Krisenfall kann einen Umsatzver- lust, einen Wertverlust der Marke, kostspielige Gerichtsprozesse,regulatorische Maßnahmen, Aktienkursverluste und eine sinkende Attrakti- vität des Arbeitgebers nach sich ziehen. Des- halb gilt es vorzubeugen: Gemeinsam mit sei- nem Aktionär JLT bietet GrECo JLT bereits jetzt maßgeschneiderte Reputationsabsicherungen mit einem Bilanzschutz von bis zu 50 Millio- nen Euro an. Noch im Juni folgt ein weiteres neues Versicherungsprodukt von der Allianz Global Corporate & Speciality SE zur Absiche- rung von Reputationsrisiken, das in Österreich exklusiv über GrECo JLT angeboten wird. 10 bis 15 Jahre wird es noch dauern, bis Robo Advisor den Versicherungs- vermittler weitgehend ersetzt haben werden – meint zumindest eine Studie des Softwareher- stellers Adcubum. Noch finden 75 Prozent al- ler Neuabschlüsse über klassische Vermittler statt. Das werde sich aber gravierend ändern, so die Prognose. Bereits jetzt würden Studien zeigen, dass sich mehr als 50 Prozent der Be- fragten vorstellen können, eine Versicherung komplett online abzuschließen. cyberrisiken & co. Bei der General- versammlung von Insurance Europe, der Interessenvertretung der europäischen Versi- cherungen und Rückversicherungen, wurde Uniqa-CEO Andreas Brandstetter für die kom- menden drei Jahre zum Präsidenten gewählt. Dieser zeigte sich erfreut und wagte gleich einen Blick in die Zukunft: „Ich sehe neben dem bevorstehenden Review von Solvency II sowie notwendigen Adaptierungen bei regula- torischen Vorschriften zwei große Themen für die nächsten Jahre: Einerseits die europawei- te Unterversicherung bei Naturkatastrophen, Pensionsvorsorge sowie Cyberrisiken und an- dererseits die Frage des sorgfältigen Umgangs mit Kundendaten in di- gitalen Zeiten.“ 2017 waren von 280 Milliar­ den Euro Schäden durch Katastrophen nur ein Drittel von Versiche- rungen abgedeckt. uniqa: Wichtige Aufgaben Reformpläne unter der lupe. „Die von der Regierung vorgestellte Sozialversiche- rungsreform ist nur der erste Schritt auf einer langen Reise zum Wohl des Patienten. Es ist wichtig, diese Ansätze zu begrüßen anstatt sie schon im Vorfeld abzulehnen“, so Jan Oliver Huber,Generalsekretär der Pharmig (freiwillige Interessenvertretung der pharmazeutischen In- dustrie in Österreich).Laut Huber habe es lange genug Stillstand in diesem Bereich gegeben. Die von der Bundesregierung im Minister- rat beschlossene Reform (Verschlankung von 21 auf maximal 5 Sozialversicherungsträger) soll dem Gesundheitssystem bis 2023 Effi- zienzgewinne von bis zu einer Milliarde Euro bringen. „Ob diese Summe tatsächlich einge­ spart werden kann,bleibt abzuwarten.Letztlich geht es nicht darum, um jeden Preis zu spa- ren, sondern zu erreichen, dass tatsächlich jeder Euro, der ins Gesundheitssystem fließt, gut eingesetzt wird.Das ist dann der Fall,wenn sozusagen eine ,Patientenfolgenabschätzung‘ positiv ausfällt“, ergänzt Huber. sozialversicherung neu Wiener Städtische. Online-Reiseversi- cherungen boomen – allein 2017 wurden bei der Wiener Städtischen knapp ein Viertel mehr als im Jahr davor via Internet abgeschlossen. Rechtzeitig vor der Urlaubssaison erweitert die Assekuranz ihren digitalen Helfer – den Servi- ceBot – auf den Bereich Freizeit & Reise.„Unser ServiceBot bietet einen Überblick über die Rei- seproduktpalette und unterstützt gleichzeitig bei der Auswahl sowie beim Online-Abschluss. Und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche“, so Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Der ServiceBot ist seit Dezember 2017 online und steht Kunden bei Gesundheitsthemen so- wie bei der Organisation von Beratungsterminen zur Seite. Der ChatBot tritt dabei als elektro- nischer Assistent auf,der seine Hilfe eigenständig anbietet. online in den urlaub D.A.S. Rechtsschutz. Randalierende Passagiere sind in Flugzeugen leider keine Sel- tenheit. D.A.S. Rechtsschutz klärt vor Einsetzen der Urlaubszeit über die rechtliche Handhabe gegen sogenannte „Unruly Passengers“ auf. „Zu wenig Nikotin, zu viel Alkohol oder eine nach hinten gestellte Rückenlehne. Ein Streit im Flugzeug kann schnell eskalieren“, erklärt Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender der D.A.S. Deshalb dürfen Randalierer während des Fluges an den Sitz gegurtet werden, um die Sicherheit der Mitreisenden zu gewähr- leisten. Im Verspätungsfall kann man einen Schaden gegenüber einer Luftlinie nur dann geltend machen, wenn diese ein Verschulden trifft. Ansprüche gegenüber dem Verursacher durchzusetzen sind bei ausländischen Tätern oft aussichtslos.Auch in den letzten Monaten kam es wieder zu Vorfällen mit randalierenden Flugpassagieren. So, als bei einem Flug von Hurghada nach Hannover ein Passagier einen der Flugbegleiter körperlich attackierte. „Unruly Passengers“ CrediTS: beigestellt, Archiv

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