GELD-Magazin, Juni 2018

Österreich ° AKTIEN Juni 2018 – GELD-MAGAZIN ° 63 Der Bausektor ist in Europa anhaltend robust. Damit konnte Strabag den Umsatz im 1. Quar­ tal um sieben Prozent auf 2,36 Milliarden Euro steigern, der saisonale Verlust fiel mit 115 Mil­ lionen Euro um fünf Prozent niedriger aus. Der Auftragsbestand liegt mit 17,7 Milliarden Euro auf einem Rekordniveau. Der Vorstand geht für heuer von einer Umsatzsteigerung von drei Prozent und einer Gewinnmarge von ebenso drei Prozent aus.Analysten sehen das als sehr konservatives Ziel. Die Aktie notiert trotz des Kursanstieges erst beim Buchwert, das KGV ist innerhalb der Peer Group günstig. Daher sollte sich der Aufwärtstrend mittelfristig fortsetzen. Durch die erfolgreiche Ausrichtung auf Hoch­ technologie und internationale Märkte konnte die voestalpine im abgelaufenen Geschäfts­ jahr (mit Ende März) den Umsatz um 14,2 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro und den Gewinn um 55,2 Prozent auf 818 Millionen Euro steigern.Vorstand Wolfgang Eder kann die Auswirkungen der Handelsbeschränkungen in den USA noch nicht genau abschätzen, direkt betroffen sind bislang lediglich drei Prozent des Konzernumsatzes. Eder geht davon aus, dass heuer ein ähnlicher Umsatz und Gewinn wie im Vorjahr zu erreichen ist.Aus dieser Sicht ist das Downside-Potenzial bei der Aktie gering. ISIN AT000000STR1 ISIN AT0000937503 Kurs (06.06.2018) 36,25€ KGV 2017 13,5 Marktkap. 4,02 Mrd.€ KGV 2018e 12,3 UMSATZ 2018e 14,00 Mrd.€ KGV 2019e 11,9 Buchwert/Aktie 2018e 34,39€ Dividende 2017 3,00% Kurs (06.06.2018) 43,94€ KGV 2017/18 10,4 Marktkap. 7,72 Mrd.€ KGV 2018/19e 10,1 UMSATZ 2018/19e 13,01 Mrd.€ KGV 2019/20e 9,0 Bw/Aktie 2018/19e 38,14€ Div. 2017/18 3,07% Strabag  ° Rekordauftragsbestand lässt gutes Jahr erwarten voestalpine  ° Erfolgreichstes Geschäftsjahr seit Gründung AT&S blickt auf ein Rekordjahr zurück. Der Start der Produktion in Chongqing ließ den Umsatz auf 992 Millionen Euro steigen und den Ge­ winn auf 54 Millionen Euro. Doch der Kurs der Aktie korrigiert derzeit nach dem 130 Prozent- Anstieg in 2017. Zudem verunsichert der Rückgang der Verkaufszahlen bei Smartphones und die Reduzierung von Aufträgen seitens Apple beim Chiphersteller Dialog Semiconduc­ tor die Investoren. Doch AT&S hält an seiner Jahresprognose fest, die Aktie notiert an ihrem Buchwert bei 17,90 Euro. Hauck & Aufhäuser bestätigte für AT&S die Empfehlung Kaufen und ein Kursziel 35 Euro (Durchschnitt: 26 Euro). AT&S  ° Das höchste Kurspotenzial an der Wiener Börse ISIN AT0000969985 Kurs (06.06.2018) 17,52€ KGV 2017/18 12,6 Marktkap. 710 Mio.€ KGV 2018/19e 10,9 UMSATZ 2018/19e 1050 Mio.€ KGV 2019/20e 8,8 Bw/Aktie 2018/19e 17,90€ Div. 2017/18 2,10% Mehrere KursChancen zwischen 20 und 30 Prozent Wem eine Aktie im Hightech-Bereich zu volatil ist, dem bieten sich als Alterna­ tiven Lenzing oder voestalpine als etwa 30 Prozent-Kurschancen an. Beide Aktien haben zuletzt aufgrund der Befürchtung eines nachlassenden Geschäfts im Kurs ein­ gebüßt. Voestalpine aufgrund der neuen US-Zölle auf Stahl und eines möglichen Überangebots am europäischen Stahlmarkt (Weiteres siehe Kasten rechts). Lenzing notierte vor einem Jahr noch bei 180 Euro, jetzt ist die Aktie fast zum hal­ ben Preis (93 Euro) zu haben. Zum Teil ist der Kursrückgang gerechtfertigt. Heuer dürfte der Gewinn bei Lenzing von 282 auf rund 180 Millionen Euro zurückgehen (KGV von 13,7) – so die Erwartung der Analysten. Blickt man ein, zwei Jahre weiter, sollte der Gewinn wieder auf rund 230 Mil­ lionen Euro steigen, was das KGV auf etwa 10,5 reduzieren würde. Damit eröffnet sich ein Kurspotenzial von eben rund 30 Prozent auf 120 bis 130 Euro. Immobilienbranche im Umbruch Wir berichteten bereits in den vergan­ genen Ausgaben des GELD-Magazins von den Kurschancen im Bereich der Immobi­ lien-Aktien. Aktuell verkauft Immofinanz ihr 26 Prozent-Paket an der CA Immo. Das Angebot von Starwood Capital, das für 26 Prozent der CA Immo auf 27,50 Euro je Ak­ tie lautete, wurde vom Streubesitz nur zu 0,16 Prozent angenommen. Das verwun­ dert insofern nicht, da der Kurs an der Bör­ se bereits bei knapp 30 Euro notiert. Für die Immofinanz ist das ein gutes Vorzeichen, entsprechend viel für ihr Paket zu erlösen, womit sie vermutlich gleich ein Übernah­ meangebot an die S Immo-Aktionäre ma­ chen wird – logisch wären 20 Euro pro Ak­ tie. Der Kurs der S Immo-Aktie hat mit der­ zeit 17 Euro bereits begonnen, neue Höchst­ kurse zu erklimmen.

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