GELD-Magazin, Juni 2018

Anlagetipps ° aktien juni 2018 – GELD-MAGAZIN ° 61 Indus ist eine deutsche Holding, die sich auf den Erwerb mittelständischer Unternehmen aus der Produktionsindustrie spezialisiert hat. Unter demDach der Holding agieren zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die mit gegenseitiger Kooperation Synergieeffekte erzielen. Die unter dem Indus-Dach vereinten KMU werden von ihrer Muttergesellschaft in der Vermarktung ihrer Leistungen und Produk­ te unterstützt. Indus kauft dabei ausschließlich Industrieun- ternehmen, die in interessanten Nischenmärk­ ten aktiv und innerhalb ihrer jeweiligen Märkte führend sind (sog. Hidden Champions). Die verschiedenen Beteiligungsgesellschaften sind in der Medizintechnik,Metallverarbeitung, im Maschinen- und Anlagenbau tätig. 2017 stieg der Umsatz um 13,6 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Damit erzielte die Gruppe im fünften Jahr hintereinander einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 5,5 Prozent auf 152,9 Millionen Euro. Die Gruppe erreichte eine EBIT-Marge von 9,3 Prozent. Für 2018 rechnet man mit einer Fortsetzung des bestehenden Wachstumstrends. Die Mittelstands-Holding ° indus Siemens ist ein weltweit führendes Unterneh- men der Elektronik und Elektrotechnik.Der Kon- zern bedient mit seinen Produkten Kunden aus der Industrie-, Energie- und Gesundheitsbran- che. Ebenso ist Siemens führender Produzent in der Energie- und Automatisierungstechnik – und mit der US-Tochter Dresser-Rand au- ßerdem als Ölindustrieausrüster tätig. Das gut laufende Medizintechnikgeschäft wurde 2018 als eigenes Unternehmen unter dem Namen Siemens Healthineers börsennotiert, Siemens hält aber weiterhin die Mehrheit.Vor allem die technologische Spitzenstellung des Konzerns im Bereich Industrieautomatisierung und Digi- talisierung,beides in der Sparte Digital Factory gebündelt, kommt immer deutlicher zum Tra- gen. Im abgelaufenen Quartal stieg der opera- tive Gewinn des Konzerns hier um 40 Prozent. Die Nachfrage der industriellen Kunden nach digitaler Abbildung von Produktionsprozessen, die Planung, Entwicklung und Fehlerbehebung erleichtert, bleibt wohl auch in den kommen- den Quartalen hoch.Siemens profitiert hier so- wohl von der guten Konjunktur als auch von den hohen Investitionen in Übernahmen von Softwarefirmen wie zuletzt Mentor Graphics. Siemens ° Industrie 4.0 läuft prächtig Der französische Ölriese Total hat im Zuge des starken Ölpreisverfalls konsequent seine In- vestitionen und Kosten gesenkt sowie Beteili- gungen verkauft.Die Mischung aus niedrigeren Kosten und wieder ansteigenden Preisen hat schon im vergangenen Jahr zu deutlichen Er- gebniszuwächsen geführt. Der in der Branche besonders beachtete freie Cashflow (Mittelzu- flüsse aus dem operativen Geschäft abzüglich der Investitionen) ist auf das höchste Niveau seit 2009 gestiegen. Gleichzeitig konnten die Franzosen den Nettoverschuldungsgrad auf 14 Prozent zurückfahren. 2017 hat Total mit 2,6 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag 4,6 Prozent mehr Öl und Gas gefördert als im Jahr davor. Für den Zeitraum zwischen 2016 und 2022 hat das Unternehmen zudem ein jähr- liches Förderwachstum von fünf Prozent in Aussicht gestellt. Total verfügt über ein welt- weit breit gestreutes Projektportfolio mit einem hohen Anteil in den Regionen Afrika und Mitt- lerer Osten, was für vergleichsweise geringe Produktionskosten sorgt. Der hohe Cashflow ermöglicht hohe und weiter steigende Dividen- den.Da die Ölaktie sich zuletzt stark erholt hat, sollte ein Discount-Zertifikat gewählt werden. total ° Discount-Zertifikat auf Ölriesen Die Bayern sind mit ihrer Digitalisierungsplattform Mindsphere, die digitale Dienste für Industriekunden bündelt, Weltspitze. Die Siemens-Aktie hat den Ausbruch über den kurzfristigen Abwärts­ trend geschafft. Kauf bei rund 112 Euro, Stopp Loss bei 88 Euro. ISIN DE0007236101   Börse Frankfurt (Xetra) Die mit einem KGV von 14 günstige Indus-Aktie kämpft um den Anschluss an den langfristigen Aufwärtstrend. Anleger sollten sich mit einem Abstauberlimit bei 54,80 Euro auf die Lauer legen. Stopp Loss bei 46 Euro setzen. ISIN DE0006200108   Börse Frankfurt (Xetra) Ein Discounter der Commerzbank mit Cap bei 55 Euro bietet eine maximale Rendite von zehn Prozent und einen Preisab- schlag von 9,2 Prozent (Laufzeit 21.6.2019). Der Chart der Total-Aktie zeigt bei 48 Euro eine gute Unterstützung. ISINWKN CV4YD9   Börse Frankfurt (Xetra)

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