GELD-Magazin, Juni 2018

Börsen International ° AKTIEN Juni 2018 – GELD-MAGAZIN ° 59 Nochan der Outlinie. Bisher ist es Japan gelungen,sich aus demAllergröbsten in Sachen US-Strafzölle herauszuhalten.Es bleibt allerdings das Risiko, dass Handelsbarrieren im Automobilsektor hochgefahren werden. Da Japan selbst jedoch ausländischen Unterneh- men für den Zugang zu seinemAutomobilmarkt keine Zölle auferlegt, wird das Land in seinen Zielmärkten somit kaum höhere Handels- barrieren provozieren. Allerdings korrelieren die weltweiten Handelsvolumina in hohem Maße mit dem Gesamtgewinn börsenno- tierter japanischer Unternehmen. Würde diese Auseinandersetzung eskalieren, wäre auch Japan betroffen.Auch der deutlich gestiegene Rohölpreis belastet Japan,das zu 100 Prozent Nettoimporteur ist.Zudem mehren sich Anzei- chen, dass Japan in eine kleine Rezession zurückfallen könnte. Im ersten Quartal 2018 fand die längste Wachstumsphase der japanischen Wirtschaft ein abruptes Ende. Das Wachstum ist um 0,6 Prozent geschrumpft. Diesmal waren es schrumpfende Investitionen und Konsu- mausgaben, die für das Ende des Aufschwungs sorgten. Selbst die Exporte konnten diese Schwäche nicht mehr kompensieren.Auch diese fielen deutlich schwächer als prognostiziert aus. Lieferungen von Handyteilen und Fabrikausrüstungen waren hauptverantwortlich. Diese Teile werden vor allem nach China,wo sie für den Export benötigt werden,geliefert. (wr) Nur eine Wachstumsdelle? Schon bevor die Strafzölle in Kraft getreten waren, hatte die Organisation für Wirtschaft,Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Wachs- tumsprognosen zurückgenommen. Demnach mehrten sich die Zeichen für eine mögliche Trendwende Richtung talwärts.Die OECD rechnet nun damit,dass die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 2,1 Prozent zulegt. Im März hatten die Experten für dieses Jahr noch ein Plus von 2,4 Prozent erwartet, für 2019 waren sie damals von 2,2 Prozent ausgegangen.Ähnlich ist die Situation in der gesamten Eurozone.Auch die Frühindi- katoren gaben zuletzt weiter nach: Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für die Eurozone fiel im Mai von 55,1 auf 54,1 Punkte.Die Stimmung bei den Unternehmenwurde sowohl in der Indus- trie als auch bei den Dienstleistern schlechter. Trotz des Rückgangs der EMI,der auch auf Fak- toren wie schlechtes Wetter, Grippewelle und Streiks zurückgeführt wird,gibt es Gründe,opti- mistisch zu bleiben.Das Verbrauchervertrauen ist solide, und solange es nicht drastisch fällt, dürften die Wachstumsaussichten gut bleiben. Zudem verbessern sich der Arbeitsmarkt und das Kreditwachstum.Allerdings steigen Risiken aufgrund des Höhenflugs des Ölpreisanstiegs von 30 Prozent in den vergangenen drei Mo- naten. Der hohe Ölpreis wirkt wie eine neue Steuer. (wr) europa  ° Nun wird scharf geschossen Wieder abwärts ° Der Euro Stoxx 50 konnte die starke Widerstandsmarke von 3500 Punkten wie befürchtet nicht nachhaltig knacken und fiel bis auf 3406 Punkte zurück.Damit bleibt es dabei,das Stopp Loss bei 3250 Punkten strikt im Auge zu behalten. Wieder nach unten  ° Der Nikkei Index konnte den Abwärtstrend nach oben durchbrechen und bis auf 23.000 Punkte vorrücken.Der starke Widerstand an dieser Marke blieb jedoch unangefochten.Zuletzt fiel der Nikkei wieder auf 22.000 Punkte zurück. japan  ° Wie wirkt sich der Handelskonflikt aus? Nikkei 225 14.000 16.000 18.000 22.000 24.000 20.000 2015 2016 2017 `18 Euro Stoxx 50 3.000 3.200 3.400 3.600 3.800 2.600 2.800 2015 2016 2017 `18

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