GELD-Magazin, Juni 2018

geldanlage Panorama 26 ° GELD-MAGAZIN – Juni 2018 Ausgleich? Ein Blick auf dieEntwicklung großer Indizes in den letzten Jahren zeigt, dass vor allem wachstums- starke Growth-Titel einer der Haupttreiber fürdiestarkePerformancederAktienmärkte waren. Aber gerade in der IT-Branche ist es nicht unwahrscheinlich, dass es bei den Growth-Firmen aufgrund der teilwei- se schon sehr hohen Bewertungen in den kommenden Wochen und Monaten zu Konsolidierungen kommen könnte.Die An- lageexperten bei Krentschker empfehlen deshalb,in der Aktien-Allokation selektiver vorzugehen und den Fokus auf Firmen zu legen,die aufgrund ihrer niedrigen Bewer- tungen noch Aufholpotenzial gegenüber dem Markt haben bzw. defensiver sind – wie z.B. Versorger,Telekom oder Energie. Krentschker hat diese sogenannten Value- Firmen in der eigenen Aktienveranlagung übergewichtet. Somit liegt Growth noch in Führung, Value könnte aber bald aus­ gleichen. growth – vs. – value Aktien-Perlen. Vor etwa 20 Jahren blickten Aktienanleger in Europa gebannt auf die bevor- stehende Einführung des Euro – Anfang 1999 wurde dieser zunächst als Buchgeld eingeführt. Für Guy Lerminiaux, CIO Fundamental Equities bei Degroof Petercam AM, sind Aktien aus dem Euroraum heute wie damals ein spannendes Terrain für einen aktiven Managementansatz: „Euroland-Aktien stellen nach wie vor keine vollkommen effiziente Anlageklasse dar, im Gegenteil. Sie bieten noch immer einen gro­ ßen Fundus an Unternehmen, die unbekannt sind, vom Markt nicht oder nur wenig beach- tet werden und in Indizes noch nicht enthalten sind“,sagt der Aktienexperte.Und ergänzt:„Ge- nau in diesen Ineffizienzen liegt der Schlüssel zur Wertschöpfung durch aktives Asset Ma- nagement. Für uns als aktiven Manager gilt es, Aktien zu finden,die nicht jeder sieht.Wir halten nicht die üblichen Verdächtigen, die in vielen Indizes enthalten sind. Dies spiegelt sich auch in unseren Portfoliopositionen wider. So sind bestimmte disruptive Geschäftsmodelle in den Indizes in Europa kaum enthalten, wie zum Beispiel Cellnex, ein spanischer Betreiber von drahtlosenTelekommunikationsinfrastrukturen. Außerdem sind die unternehmensspezifischen Risiken zurückgekehrt, was bedeutet, dass die Degroof Petercam: euroland bleibt attraktiv Korrelationen zwischen den Aktienrenditen wie- der abnehmen. Zu den „Euroland-Perlen“ zäh- len laut dem Experten Unternehmen aus den Segmenten Tourismus und Ernährung. Der in- ternationale Tourismus hat in den letzten zehn Jahren stark zuge- nommen – ein Trend, der vorerst fortbestehen sollte. Auch europäische Unternehmen kön- nen hiervon überproportional profitieren. Dazu Koen Bosquet, Manager des DPAM In- vest B Equities Euroland: „Wir spielen dieses Thema zum Beispiel über Accor, Inhaber mehrerer internationaler Hotelketten, oder Amadeus, Anbieter eines globalen Vertriebs- systems für Flugbuchungen.“ Überzeugt ist der Fondsmanager auch davon, dass Verbraucher immer mehr Wert auf die Rückverfolgbarkeit der in Nahrungsmitteln verwendeten Inhalts- stoffe legen und natürliche Zutaten bevorzugen: „Generell halten wir es im aktuellen Umfeld für notwendig, sich auf Unternehmen mit starker Preissetzungsmacht zu konzentrieren, die stei- gende Herstellungskosten leicht an ihre Kunden weitergeben können“,so Bosquet. Favoriten. Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern haben aktuell die Nase vor- ne, denn das günstige makroökonomische Umfeld mit solidem, globalen Wachstum und einer steigenden Wachstumsdifferenz zwi- schen Schwellenländern und Industrieländern begünstigt das Investmentklima,so Sven Lang , Manager des LGT Bond Fund EMMA LC. Der Experte konzentriert sich auf etablierte Län- der und verfolgt einen systematischen Inves­ titionsansatz. Dieser Fonds erwirtschaftete im Jahr 2017 eine Gesamt- performance von 2,15 Prozent. LGT Capital Partners Neu in österreich. Die Dr. Hengster, Loesch & Kollegen GmbH ist ein in Deutsch- land ansässiger Finanzdienstleister, der auf bedarfsorientierten Vertrieb an institutio- nelle Kunden in Deutschland und Österreich ausgerichtet ist. Ziel ist es, passgenaue An- lagelösungen für den jeweiligen Investor zu finden. Die Beratung erfolgt nach dem Prefer- red Partner-Ansatz, bei dem aktuell neun Asset Manager im Fokus stehen, deren Produkte und Lösungsansätze modular und individuell zu- sammengefügt werden können. Das Spektrum der „Satellitenanbieter“ reicht von klassischen Small Cap- und Ethikfonds über Mezzanin­ finanzierungsmodelle,Infrastrukturprojekte bis hin zu Fonds, die in erneuerbare Energien und Mikrofinanzierung investieren. Institutionelle investoren Diversifikation. Der Dachfonds mahi alpha select, der mit einem Seed-Kapital von ca. zwei Millionen Euro Mitte Mai gestartet wurde, ist eine Eigenentwicklung des Teams von Wolfgang Alkier, dem Florian Gröschl und Paul Richter-Trummer angehören. Kern des Konzeptes ist die Selektion von sechs flexiblen, komplementären Anlage-Strategien, deren Manager darauf abzielen, unabhängig von der Bewegung klassischer Anlagekategorien attraktive Erträge zu erwirtschaften. Elemen- tares Kriterium ist die Diversifikation der Strategien untereinander sowie eine Begren- zung der Risikobeträge der einzelnen Fonds. Die Fondsanteile werden zum Investitionszeit- punkt gleich gewichtet. Die Turnover-Rate soll bei einem bis zwei Fonds pro Monat liegen. arc mit neuem Fonds CrediTS: beigestellt

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