GELD-Magazin, Juni 2018

wirtschaft Panorama 20 ° GELD-MAGAZIN – Juni 2018 export lässt nach. Die zunehmenden protektionistischen Tendenzen bzw. die glo- balen Unsicherheiten generell setzen dem Welthandel nun erkennbar zu, trotzdem kann Österreichs Industrie auch im Mai eine sehr gute Performance erreichen. „Die Abschwä- chung der globalen Konjunktur zeigt nun auch bei Österreichs Industrie Wirkung, der UniCre- dit Bank Austria EinkaufsManagerIndex im Mai geht auf 57,3 zurück, vor allem aufgrund des fast stagnierenden Exportauftragsvolumens“, kommentiert UniCredit Bank Austria-Cheföko- nom Stefan Bruckbauer. Erfreulich hingegen: Der aktuelle Indikator, der nach dem Allzei- thoch zum Jahreswechsel nun wieder etwa auf das Niveau vom Frühjahr 2017 zurückge- fallen ist, zeigt, dass die Industriekonjunktur in Österreich auch im Mai weiterhin mehr Schwung als im Euroraum insgesamt aufweist. Das auffälligste Detail des aktuellen Einkaufs- ManagerIndex ist erneut der Rückgang des Neugeschäfts und dabei vor allem der Export­ aufträge. „Im Mai sind die Auftragszuwächse den fünften Monat in Folge zurückgegangen. Die Nachfragedynamik aus dem Ausland hat besonders deutlich an Schwung verloren und deutet nun fast auf eine Stagnation hin. Die Auftragspolster steigen aber weiterhin, wenn auch erneut mit geringerem Tempo als in den vergangenen eineinhalb Jahren“,ergänzt Uni- Credit Bank Austria-Wirtschaftsexperte Walter Pudschedl. Heimische Industrie: leichter Wachstumsdämpfer Quelle: IHSMarkit,UniCreditResearch unicredit bank austria einkaufsmanagerindex saisonbereinigt unbereinigt Zahlenspiele 240 Millionen Euro – die- sen Verlust würde die hei- mische Wirtschaftsleistung bei einer Verschär- fung des Handelskonflikts und einer Ausweitung der US-Strafzölle auf Autos erleiden.DieVereini- gten Staaten sind und bleiben ein wichtiger Ab- satzmarkt für österreichische Waren und Dienstleistungen. Mit 21 Prozent der Ausfuhren liegen Fahrzeuge auf Platz eins. Wobei nach den US-Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium aus der EU die US-Regierung nun auch erhöhte Einfuhrzölle auf Autos prüfen lässt.Das hätte für Österreich weitreichende Konsequenzen: „Für Österreich ist Trumps Handelspolitik besonders bedeutsam, da die USA nach Deutschland der größte Absatzmarkt für österreichische Waren sind“, sagt Agenda Austria-Ökonom Hanno Lo- renz. Zusätzliche Zölle auf die Automobilbran- che würden die Produktion in diesem Sektor um bis zu sechs Prozent sinken lassen. Neben dem direkten Exportrückgang in die USA mit rund 850 Millionen Euro würden auch die Exporte nach Deutschland um rund 300 Millionen Euro zurückgehen. „Auch wenn Trump glaubt, dass die Strafzölle zum Wohle der US-Konsumenten sind, hätte dies jedoch einen Rückgang der US- Kaufkraft zur Folge“, so Lorenz. 48 Milliarden Euro war der eu- ropäische Markt für Digital-Werbung im Jahr 2017 wert, so eine Studie von AdEx- Benchmark.Verglichen mit 2012 bedeutet dies nahezu eine Verdoppelung des Volumens. Zu- rückzuführen sei dies auf das starke Wachstum bei Social-,Mobile- und Videoinvestitionen,von denen vor allem die US-Digitalgiganten profi- tieren. „Das starke Wachstum glänzt nur auf den ersten Blick: Allein in Österreich fließen rund 50 Prozent der Spendings in die USA ab. Mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutz- Grundverordnung befinden wir uns an einem Scheideweg für die Branche. Wir müssen die Nutzererfahrungen weiter verbessern und den Beitrag der digitalen Werbung für die europä- ische Wirtschaft hervorheben“, so iab-austria- Präsident André Eckert (Interactive Advertising Bureau). Die Zahlen zeigen auch, dass insge- samt 20 Märkte zweistellige Zuwächse ver- zeichnen konnten. „Coole Ideen.“ Die Erste Bank und Spar- kassen,Trending Topics, WKO-Gründerservice und Puls4 haben sich gemeinsam auf die Suche nach dem öster- reichischen Start-up des Jahres begeben. Die so- genannte #glaubandich-Challenge macht in allen Bundesländern Station, sie wird die neun besten Start-ups aus den Regionen am 25.Juni nach Wien einladen und dort den Sieger küren. Start-Up: Wettbewerb geht in Endphase Auf den Gewinner des Wettbewerbs wartet ein Preisgeld von 10.000 Euro, ein Startplatz beim Casting für die Puls4-Start-up-Show „2 Mi- nuten 2 Millionen“, ein PR-Paket in der Höhe von 10.000 Euro bei Trending Topics sowie ein Platz bei der exklusiven Start-up Executive Aca- demy 2018 von Silicon Castles in Salzburg. Zudem wird die Auszeichnung „Start-up des Jahres 2018“ verliehen. „Wir suchen coole Ideen,echte Problemlöser und besonders inno- vative Lösungen für gesellschaftlich relevante Themen“, so Thomas Schaufler , Privatkunden- vorstand der Erste Bank. CrediT: beigestellt, Hinterramskogler

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