GELD-Magazin, März 2018

brennpunkt Panorama 6 ° GELD-MAGAZIN – märz 2018 CrediTS: beigestellt, Shutterstock Zahlenspiel 49 prozent der Unternehmen welt­ weit wurden in den vergangenen zwei Jahren Opfer vonWirtschaftskriminalität.Die Zahl der gemeldeten Betrugsfälle ist damit um 13 Pro­ zent gestiegen und erreicht einen neuen Höchst­ wert – das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Global Economic Crime and Fraud Survey“ der Unternehmensberatung PwC. Unterschlagung (45%) liegt demnach bei Unternehmen weiterhin an erster Stelle im Bereich Wirtschaftskriminali­ tät, gefolgt von Cybercrime (31%),Verbraucher­ betrug (29%) und geschäftlichem Fehlverhalten (28%).Die diesjährige Umfrage zeigt einen deut­ lichen Anstieg (plus 6% auf 52%) bei Fällen von Wirtschaftskriminalität durch interne Betrüger. Kristof Wabl, Senior Manager bei PwC Österreich, kommentiert die Ergebnisse: „Wir können einen Anstieg der gemeldeten Vorfälle nicht mit einem tatsächlichen Wachsen von Wirtschaftskriminali­ tät gleichsetzen. Die Studie macht allerdings deutlich, dass das Bewusstsein in Unternehmen im Zusammenhang mit Wirtschaftskriminalität gestiegen ist. Dies gilt vor allem für Cyberkrimi­ nalität, wo Unternehmen wesentlich mehr über die Risiken und Möglichkeiten wissen sowie wel­ che präventiven Maßnahmen ergriffen werden können.“ 16 Rang im Korruptionsindex von Trans­ parency International.Auf diesem Platz liegt Österreich gemeinsam mit Belgien und den USA von insgesamt 180 erfassten Staaten. Nach­ dem Österreich 2012 auf Rang 25, im Jahr 2013 auf Platz 26 abgestürzt war und sich 2015 ein leichter Aufwärtstrend abzeichnete, bildeten sich in den letzten zwei Jahren keine signifikanten Veränderungen in der internationalen Wahrneh­ mung Österreichs zu Korruption ab. „Die weitge­ hende Stagnation Österreichs ist Besorgnis erre­ gend und ein deutliches Signal an Politik, Wirt­ schaft und Verwaltung“, warnt Eva Geiblinger, Vorstandsvorsitzende von Transparency Interna­ tional Österreich. „Der zögerlich begonnene Weg in Richtung mehr Transparenz und Korruptions­ freiheit wird viel zu langsam und nicht konse­ quent genug weitergegangen“, betont die Exper­ tin. Sie begrüßt allerdings den Beschluss der neuen Bundesregierung zu einer nationalen Anti- Korruptionsstrategie. geschlechter- kampf. Gerade in Beziehungenüberlassen viele Frauen die Finanz­ planung ihrem Partner. Nach wie vor herrscht auch die weit verbrei­ tete Meinung, dass finanzielle Angelegen­ heiten in erster Linie Männersache sind. Der ÖsterreichischeVerband Financial Planners wi­ derspricht und hat Tipps für das in Wirklichkeit gar nicht „schwache Geschlecht“ gesammelt. „Frauen können viel besser mit Geld umgehen, als sie vielleicht glauben. Sie informieren sich in finanziellen Angelegenheiten besser als Männer und halten an ihren Entscheidungen fest, während Männer ihr Wissen öfter über­ schätzen und auch höhere Risiken eingehen, Geld ist Frauensache indem sie zum Beispiel bei Aktien nicht in Fonds, sondern in Einzeltitel investieren“, so Sonja Ebhart-Pfeiffer, Vorstandsmitglied Ös­ terreichischer Verband Financial Planners. „Zudem legen Frauen bei der Geldanlagemehr Wert auf soziale Fairness und Nachhaltigkeit. Es ist ihnen also wichtig, auf welche Art und Weise sich ihr Geld vermehrt. Ein weibliches Manko sollte jedenfalls bekämpft werden:Viele Frauen fragen nicht nach Gehaltserhöhungen, sondern warten, bis der oder die Vorgesetzte zu ihnen kommt. Anlässe wie größere Verant­ wortung oder gelungene Projekte sollten aktiv genutzt werden, um über das Gehalt zu ver­ handeln. Denn nur wer öfter fragt, erhöht auch seine Chancen.Männer agieren hier eher nach dem Motto ,Frechheit siegt’ und pokern hoch. Es wäre ja gelacht, wenn Frauen das nicht ebenso könnten. verlorene jugend. Facebook steht für Modernität, Dynamik und Jugend. Oder etwa doch nicht? Tatsächlich kämpft das soziale Netzwerk schon längst um die Gunst junger Nutzer. Nun hat eine Analyse von eMarketer in den USA ergeben, dass die Abwanderung noch schneller voranschreitet als ursprünglich angenommen. Insgesamt wird die Plattform 2018 laut der Prognose um ein Prozent auf rund 169,5 Millionen Nutzer wachsen. Doch der Anteil junger und sehr junger Nutzer wird in diesem Zeitraum deutlich schrumpfen:Um 9,3 Prozent in der Altersgruppe bis elf Jahre, um 5,6 Prozent bei den 12- bis 17-Jährigen und um 5,8 Prozent bei den 18- bis 24-Jährigen. Damit nimmt laut eMarketer die Nutzerschaft in diesen Altersgruppen zum ersten Mal ab. Greises facebook Quantensprung. Dem technischen Fort­ schritt sind kaum Grenzen gesetzt und er macht bei Computern erst recht nicht Halt:„Die Rechengeschwindigkeit wird einen starken Schub erhalten, denn am Horizont sind bereits die ersten Quantencomputer zu sehen.Sowohl IBM als auch Intel haben angekündigt, dass sie über funktionierende 49- und 50-Quan­ tenbit-Prozessoren verfügen, und auch Google arbeitet an einem Quantencomputer“, so AXA IM in einem Kommentar. Zwar befänden sich die Quantenrechner noch in einer frühen Pha­ se ihrer Entwicklung,dennoch werde allgemein erwartet, dass ihre Rechengeschwindigkeit die Leistung konventioneller Computer beiWeitem übersteigen kann. „Quantencomputer verspre­ chen sozusagen, Maschinen-Hulks zu werden, um das Phänomen in Superhelden-Terminolo­ gie zu verpacken“, so die Analyse. Monster-computer kommt

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