GELD-Magazin, März 2018

versicherung Panorama 58 ° GELD-MAGAZIN – märz 2018 Führungswech- sel. Wie bereits bekannt gegeben, fusioniert die Vienna Insurance Group (VIG) ihre beiden Gesell- schaften in Kroatien. Der Bankenversicherer Erste osiguranje wird unter Vorbehalt der Zustim- mung der lokalen Behörden voraussichtlich Ende April 2018 mit der Wiener osiguranje ver- schmolzen. Jasminka Horvat Martinovic (Bild) löst dabei Walter Leonhartsberger-Schrott mit 1. Mai 2018 als CEO der Wiener osiguranje ab. Martinovic war seit dem Jahr 2014 Mit- glied des Vorstands der Wiener osiguranje. Die Mathematikerin und lizenzierte Aktuarin wird weiterhin für die Bereiche Sach- und Rückver- sichung sowie für die IT verantwortlich sein. Die VIG ist seit 1999 auf dem kroatischen Versicherungsmarkt präsent. Leonhartsberger- Schrott war seit dem Jahr 2005 für die VIG dort tätig. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Verschmelzung der Institute in Kroatien wird er in den wohlverdienten Ruhestand gehen. VIG: Fusion in Kroatien Dividendenerhöhung. Die Allianz Grup- pe verweist auf ein erfolgreiches Jahr 2017: Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg um drei Prozent auf 126,1 Milliarden Euro und das operative Ergebnis wuchs leicht um 0,4 Pro- zent auf 11,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis ist laut dem Unternehmen weitgehend auf höhere Ergebnisse aus dem Asset Management- und dem Lebens- und Krankenversicherungsge- schäft zurückzuführen. „Die Gruppe hat ihre Ergebnisziele erreicht, ihre Kapitalstärke be- wahrt und im Jahr 2017 Aktienrückkäufe an ihre Aktionäre in Höhe von drei Milliarden Euro abgeschlossen“, so Oliver Bäte,Vorstandsvor- sitzender der Allianz SE. Gute Nachricht für Investoren: Der Vorstand wird eine Dividen- denerhöhung um 5,3 Prozent auf 8 Euro je Aktie für 2017 vorschlagen, nach 7,60 Euro im Vorjahr. Detail am Rande: „Orkane, Stürme und Waldbrände setzten der Versicherungsin- dustrie im vergangenen Jahr zu und machten 2017 für Versicherer zum teuersten Natur­ katastrophenjahr aller Zeiten. Wir haben unseren Kunden in diesen schwierigen Situa­ tionen schnell geholfen“, erklärte Oliver Bäte ALLIANZ: Starkes ergebnis Solide wertentwicklung. Die Valida Plus Vorsorgekasse erzielte 2017 das beste Performance-Ergebnis der heimischen Bran- che, so eine jüngst veröffentlichte Analyse des Beratungsunternehmens Mercer. Mit drei Prozent erreichte sie für ihre Kunden eine mit deutlichem Abstand bessere Wertentwick- lung als der Mitbewerb. Der durchschnittliche Performancezuwachs aller Vorsorgekassen lag bei 2,15 Prozent. Martin Sardelic , CEO der Valida Holding und Vorstandsmitglied der Valida Vorsorgekasse, zeigt sich über das Er- gebnis erfreut: „Neben einer exzellenten Servi- cierung wünschen sich unsere Kunden eben eine starke Performance. Alles Wünsche, die wir seit Jahren bestens erfüllen.“ Wobei auch auf Nachhaltigkeit geachtet wird: Laut Valida entsprechen 100 Prozent des in der Vorsor- gekasse verwalteten Vermögens höchsten ethischen Standards. VALIDA: Nummer eins Neue Studie. Die drohende Pensionslücke ist auch bei der Jugend angekommen: 66 Prozent der österreichischen Berufseinstei- ger gehen davon aus, für ihren Lebensabend nicht ausreichend finanziell abgesichert zu sein. Gleichzeitig belasten die Gedanken rund um das „liebe Geld“ – 61 Prozent sorgen sich um die Leistbarkeit vonWohnraum,53 Prozent um die einer eigenen Familie. Das Versiche- rungsverhalten der jungen Erwachsenen ist wiederum überraschend konventionell. Der persönliche Abschluss (54%) schlägt Online- Versicherungen (15%) deutlich und Empfeh- lungen von Familie und Freunden sind bei fast zwei Drittel kauf- e n t s c h e i d e n d . Da s sind einige Ergebnisse helvetia: Verunsicherung bei berufseinsteigern einer repräsentativen Studie, die das Marktfor- schungsinstitut meinungsraum.at für Helvetia Österreich durchgeführt hat. Werner Panhauser , Vorstand für Vertrieb bei Helvetia Österreich, kommentiert: „Mit über 90 Prozent zählen die meisten Verträge der Berufseinsteiger zum Be- reich Schaden-Unfall,insbesondere zu Kfz und Haftpflicht/Rechtsschutz. In die private Alters- vorsorge und Unfallversicherung investieren mit 21 bzw. 10 Prozent aller ‚jungen Verträge‘ noch viel zu wenige junge Erwachsene,obwohl das Bewusstsein für die Pensionslücke endlich wächst.“ Für Verunsicherung sorgen bei jun- gen Erwachsenen übrigens nicht zuletzt die Verträge selbst: 62 Prozent halten Versiche- rungsverträge für sehr kompliziert und ebenso viele glauben, dass das „Kleingedruckte“ oft dazu führt, dass Versicherungen im Schadens- fall nicht oder weniger zahlen.Hier gilt es noch Vertrauen zu stärken. Digitalisierung und mehr. Die Zu- kunft des Versicherungsvertriebs steht im Mittelpunkt des diesjährigen ÖVM-Forums (Ös- terreichischen Versicherungsmaklerring), das am 11. und 12. April 2018 im Design-Center Linz stattfinden wird. Auf der Agenda stehen Themen wie die fortschreitende Digitalisierung, Automatisierung und Bürokratisierung, die auch die Versicherungsbranche und ihre Ver- triebsorganisationen mit voller Wucht erfasst haben. Die für 2018 geplante Umsetzung der EU-Richtlinie IDD ist eine zusätzliche Heraus- forderung für den Versicherungsvertrieb. „Auf dem Forum stellt der ÖVM neue Informations- und Service-Angebote in den Mittelpunkt und macht damit deutlich, dass es in Zukunft mehr denn je um Fachwissen und Praxis-Know-how, aber weiter um persönliche Ansprache und professionelle Präsenz beim Kunden geht“, so die Veranstalter. ÖVM-Forum im april CrediTS: beigestellt

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