GELD-Magazin, März 2018

aktien  ° Anlagetipps 46 ° GELD-MAGAZIN – märz 2018 Carl Zeiss Meditec ist einer der weltweit füh- renden Medizintechnik-Anbieter mit einem starken Fokus auf das Geschäft mit der Augen- heilkunde (Ophthalmologie). Neben Geräten für Augenärzte und Kliniken fertigt Carl Zeiss Meditec auch Operationsmikroskope für ande- re Fachärzte.Ärzte in aller Welt bekommen mit Zeiss Meditec-Technologien intelligente Werk- zeuge in die Hand, um die vier wesentlichen Krankheitsbilder des Auges, Fehlsichtigkeit (Re- fraktion), Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom) und Netzhauterkrankungen (Reti- na-Erkrankungen), wirksam zu behandeln. Carl Zeiss hält trotz eines Ergebnisrückgangs im ers­ ten Quartal 2017/18 an seinen Zielen fest. Der Umsatz kletterte um 5,3 Prozent auf 295 Millio- nen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 44,2 Millionen Euro auf 38,9 Millionen Euro zurück. Allerdings hatte 2016 der Verkauf von Anlagen in den USA zu einem positiven Sondereffekt geführt. 2018 soll die bereinigte EBIT-Marge (Anteil des operativen Gewinns am Umsatz) sich in der Bandbreite von 14 bis 16 Prozent bewegen. Eine verjüngte Pro- duktpalette hält das Wachstum bei Carl Zeiss Meditec in Gang. Carl Zeiss Meditec ° Alles für die Augen Optionsgeschäfte aus, die zu unrealistischen Preisen abgegeben werden, sodass sie keine Interessenten finden. Zudem kamen VIX-Produkte, die auf sinkende Volatilität setzten, ausgerechnet durch außerbörsliche Verkäufe von VIX- Futures einer großen Finanzadresse stark unter Druck, davon abgeleitete VIX-Deri- vate wie ECNs (Exchange Traded Notes) wurden sogar mit einem geringen Restwert liquidiert. Dieser Passus in den Prospekten für ECNs war offenbar von vielen Anlegern ignoriert worden, die so bis zu 90 Prozent ihres Investments verloren. Allerdings sind solche Finanzprodukte ausschließlich für Börsenprofis konzipiert, die sich auch die Mühe machen, hunderte Seiten lange Pro- duktprospekte genau zu studieren. Dieses Beispiel zeigt neuerlich, dass die alte Bör- senweisheit noch immer gilt: Privatanleger sollten nur in Produkte investieren, die sie auch verstehen und deren Risiken sie ab- schätzen können. Aber die Investoren befürchten ein Über- greifen des Trends zu höherer Inflation und steigenden Anleihenrenditen. Und selbst wenn dieser erst nächstes Jahr voll zur Ent- wicklung kommen sollte, gilt immer noch: Wenn der Dow Jones hustet, bekommen europäische Aktien eine Grippe. Das war auch diesmal nicht anders. Allerdings gibt es Gerüchte, dass dem Börseneinbruch durch die Manipulation eines an den Börsen vielbeachteten „Angst- barometers“ nachgeholfen wurde. Konkret geht es um den sogenannten US-Volatili- tätsindex „Vix“, der einerseits das Ausmaß der Kursschwankungen von Aktien an den US-Börsen beschreibt und an dem sich an- dererseits der Wert spekulativer Finanzpro- dukte orientiert. Aufgrund eines Konstruk- tionsfehlers sei es Händlern mithilfe ausge- feilter Algorithmen möglich, den VIX-In- dex auf und ab zu bewegen, ohne tatsäch- liche Transaktionen abzuschließen. Hierfür reichten bloße Scheingebote auf sogenannte B esonders ausgeprägt fiel der Zinsan- stieg an den Bondmärkten in den USA aus. Dort stiegen die Renditen der zehnjäh- rigen Staatsanleihen (Treasuries) fast auf drei Prozent – und übertreffen nun erstmals seit vielen Jahren die durchschnittliche Di- videndenrendite des Dow Jones-Index. Zu- dem stiegen die Löhne so stark wie seit acht Jahren nicht mehr. Auch die Inflationsdaten überraschten auf der Oberseite und damit negativ. „Die US-Inflation spricht für vier Fed-Zinsschritte in 2018“, sagte BayernLB- Ökonomin Christiane von Berg. Die US- Notenbank hatte den Leitzins zuletzt im Dezember auf die Spanne von 1,25 bis 1,5 Prozent angehoben und nur drei weitere Schritte für 2018 signalisiert. Die Finanz- märkte hatten sogar nur mit zwei Zins- schritten gerechnet. Dieser Optimismus war offensichtlich unbegründet. Zwar ist der Inflations- und Zinsum- schwung vor allem in den USA zu beobach- ten – in Europa tut sich da bisher nicht viel. charts: Tai-Pan/Mountain-View Data Die Carl Zeiss Meditec-Aktie befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Kurzfristig wurde der positive Trend aber nach unten durchbrochen. Anleger sollten ein Abstauberlimit bei 49,00 Euro und ein Stopp Loss bei 31,90 Euro setzen. ISIN DE0005313704   Börse Frankfurt (Xetra) Im Zuge neu aufgeflammter Inflations- und damit Zinsängste hat sich in den letzten Wochen ein starker Marktumschwung vollzogen. Angesichts steigender Renditen werden Anleihen zunehmend attraktiver und damit zur direkten Konkurrenz für Aktien. Wolfgang Regner Aufwärtstrend am Ende?

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