GELD-Magazin, März 2018

CHARTS: Lipper, IM aktien  ° Börsen International 44 ° GELD-MAGAZIN – märz 2018 Wachstum robust. Die chine­ sische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2017 mit 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresqua­ rtal gewachsen. Das Gesamtjahreswachstum 2017 beläuft sich auf 6,9 Prozent. Dies ist das erste Mal seit 2010, dass sich das jährliche Wachstum in China gegenüber dem Vorjahr verbessert. Befürchtungen, dass die jüngsten staatlichen und regulatorischen Maßnahmen zur Eindämmung übermäßigen Kreditwachs­ tums eine „harte Landung” in China zur Folge haben könnten, sind nicht eingetreten. Im Jänner sind die Verbraucherpreise im Jah­ resvergleich nur um 1,5 Prozent gestiegen. Im Dezember hatte die Inflationsrate noch 1,8 Prozent betragen. Allerdings erleichtert das geldpolitische Stützungsmaßnahmen, sollten diese notwendig werden. Das Kreditwachstum ist hoch. Der Schuldenberg des Privatsek­ tors, insbesondere der Unternehmen, schwillt weiter an. Zudem belasteten die anhaltenden Überinvestitionen. Zumindest konnte die chinesische Regierung den steigenden Immobi­ lienpreisen Einhalt gebieten. Da sich China dieses Jahr auf die Qualität der wirtschaftlichen Expansion und weniger auf strenge numerische Ziele konzentriert,wird erwartet,dass sich die Verschärfung der Kreditkonditionen fortsetzen wird.Dennoch sehen Analysten bei den Unter­ nehmensgewinnen das größte Überraschungspotenzial aller Emerging Markets. (wr) Sorge vor Zinserhöhungen. Die Inflation in den USA ist stärker als erwartet gestiegen und schürt Spekulationen auf eine aggressivere Zinspolitik. Die an den Finanz­ märkten viel beachtete Teuerungsrate lag im Jänner bei 2,1 Prozent. Experten wurden auf dem falschen Fuß erwischt,da sie nur mit 1,9 Prozent gerechnet hatten.Der relativ schwache Dollar treibt die Einfuhrpreise nach oben. Zudem sorgten anziehende Energiekosten für ei­ nen Preisschub. Ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel zogen die Lebenshaltungskosten zum Vormonat um 0,3 Prozent an – das ist der stärkste Anstieg seit einem Jahr.Die US-Inflation spricht nun für vier Fed-Zinsschritte im laufenden Jahr.Noch vor Wochen hatte der Markt nur mit zwei Erhöhungen gerechnet. Der deutliche Anstieg der Löhne auf den höchsten Stand seit acht Jahren jedoch hatte Spekulationen auf eine schärfere Zinspolitik angeheizt.Allerdings achtet die Fed besonders auf Preisveränderungen bei per­ sönlichen Verbraucherausgaben (PCE) ohne Energie- und Nahrungsmittelkosten. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt bei 1,5 Prozent und damit unter dem Ziel der Fed von 2,0 Prozent. Der Einzelhandel spürte zu Jahresbeginn eine gewisse Zurückhaltung: Die Umsätze sanken hier im Jänner so kräftig wie seit knapp einem Jahr nicht mehr.Sie fielen um 0,3 Prozent zum Vormonat. (wr) Aufwärtstrend gestoppt  ° Der Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI) konnte nach einem Mehrjahreshoch bei 13.700 Punkten die Unterstüt- zung bei 12.000 Punkten gerade noch halten und erholte sich auf 12.700 Punkte.Nun gibt es eine Handelsrange zwischen diesen beiden Indexmarken. Im Korrekturmodus  ° Der S&P 500 Index kletterte Anfang Februar auf fast 2900 Punkte.Von da an ging es jedoch rasant abwärts – in der Spitze bis auf 2580 Punkte,ein Verlust von rund zehn Prozent.Die Hälfte wurde bisher wieder aufgeholt.Das Stopp Loss bei 2425 Punkten bleibt bestehen. China  °  Positive Überraschung USA  °  Inflation zieht an 2.200 2.000 1.800 2.400 2.600 2.800 2014 2015 2016 2017 S&P 500 Hang seng China Enterprises 8.000 10.000 12.000 14.000 2014 2015 2016 2017

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