GELD-Magazin, März 2018

aktien Panorama CrediTS: beigestellt, Archiv GuteAussichten. DerFlughafenWienkonn- te 2017nach den vorläufigen Zahlen denUmsatz um 1,6 Prozent auf 753,2 Millionen Euro stei- gern,das EBITDA ist hingegen um ein Prozent auf 326,5 Millionen Euro gesunken. Dank weniger negativer Einmaleffekte stieg das Nettoergebnis dennoch um 11,8 Prozent auf 114,7 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung wurde weiter auf 227 Millionen Euro reduziert. Die Dividende soll um knapp neun Prozent auf 0,68 Euro je Aktie angehoben werden.Für das laufende Geschäfts- jahr hob das Management die Erwartungen auf einen Umsatzanstieg auf mehr als 760 Millionen Euro und auf ein Nettoergebnis von mindestens 140 Millionen Euro an. Weisser Ritter. Das Bieterrennen um den angeschlagenen Textilhersteller Wolford ist ent- schieden. Die chinesische Fosun übernimmt um 12,80 Euro je Aktie 51 Prozent des Stamm- kapitals. Die Eigentümerfamilien Wilhelm und Palmers erhalten damit 32,6 Millionen Euro.An die restlichen Aktionäre will Fosun ein Kaufan- gebot à 13,67 Euro je Aktie machen und dem Unternehmen 22 Millionen Euro in Form einer Kapitalerhöhung zuführen.Mit dem frischen Geld will Wolford die hohen Verbindlichkeiten reduzie- ren, aber auch die Geschäftstätigkeit erweitern. Geplant ist der Ausbau von 40 Top-Standorten, eine Modernisierung der Produktion und die Er- weiterung des Onlinehandels – besonders die Etablierung in China und Japan. Die Produktion am Stammsitz in Bregenz mit 600 Mitarbeitern soll unverändert bestehen bleiben.Es seien hier keine weiteren Verlagerungen geplant. Chinesen schnappen sich Wolford AMAG Andritz Flughafen WIen CA Immo Rekordergebnis. Der auf Gewerbeimmo- bilien spezialisierte Konzern CA Immo konnte im Jahr 2017 die Nettomieterlöse um elf Prozent auf 163,4 Millionen Euro steigern.Das operative Ergebnis aus dem Vermietungsgeschäft (FFO I) kletterte dabei überproportional um 16 Prozent auf 106,8 Millionen Euro.Der FFO II,bei dem das Verkaufsergebnis hinzugerechnet wurde, stieg aufgrund der profitablen Verkäufe des Tower 185 in Frankfurt sowie des AVA-Hofes in Salzburg so- gar um 51,7 Prozent auf 169,7 Millionen Euro. Auch das Neubewertungsergebnis fiel mit 104 Millionen Euro (nach 138,3 Mio. EUR in 2016) passabel aus.Das EBIT lag trotz eines geringeren Neubewertungsergebnisses mit 340,5 Millionen Euro um15,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Unterm Strich stieg der Netto- gewinn um 28 Prozent auf den Rekordwert von 234,9 Millionen Euro. Gewinnanstieg. Der Aluminiumkonzern AMAG konnte im Jahr 2017 die Absatzmenge um vier Prozent auf 421.700 Tonnen erhöhen. Die Umsatzerlöse stiegen dank des um 23 Pro- zen höheren Aluminiumpreises um 14,3 Prozent auf 1036 Millionen Euro und knackten damit erstmals die Milliarden-Grenze.Beim EBITDA (Er- gebnis vor Zinsen,Steuern und Abschreibungen) verbuchte AMAG ein Plus von 15,0 Prozent auf 164,5 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 19,0 Prozent auf 86,8 Millionen Euro.Netto ergab sich unterm Strich ein Gewinn von 63,2 Millionen Euro und damit um 36 Pro- zent mehr als im Jahr zuvor.Der Gewinn je Aktie errechnet sich auf 1,79 Euro,als Dividende sind für 2017 unverändert 1,20 Euro je Aktie vorgese- hen.Beim derzeitigen Börsekurs von 53,60 Euro entspricht dies einer Rendite von 2,36 Prozent. Für das laufendeGeschäftsjahr geht derVorstand von zusätzlichenWachstumspotenzialen aus,die durch gezielte Investitionen zur Verlängerung der Wertschöpfungstiefe im Segment Walzen und durch die Modernisierung des Anlagenparks im Segment Gießen erschlossen werden sollen.Für konkrete Umsatz- oder Ergebnisprognosen sei es aber noch zu früh. Stabile Entwicklung. Der Anlagenbauer Andritzmusste 2017 beimUmsatz einen leichten Rückgang von 2,5 Prozent auf 5,89 Milliarden Euro hinnehmen. Durch eine verbesserte Profi- tabilität, die allerdings mit Hilfe eines positiven Einmaleffektes erreicht wurde,konnte das EBITDA mit 541,7 Millionen in unveränderter Höhe aus- gewiesen werden.Das Nettogewinn schrumpfte aber trotzdem um 4,2 Prozent auf 263 Millionen Euro (2,53 EUR/Aktie,KGV 19,5). Ein Lichtblick zeigte sich beim Auftragseingang, der sich 2017 um acht Prozent auf 5,58 Milliar- den Euro verbesserte,der Auftragsstand liegt mit 6,38 Milliarden Euro allerdings noch sechs Pro- zent unter dem Niveau von 2016. Hauptgrund dafür ist die weiterhin schwierige Marktlage im Hydro-Bereich.Trotz desmageren Ergebnisses will Andritz-Chef Wolfgang Leitner die Dividende für 2017 von 1,50 Euro auf 1,55 Euro je Aktie anhe- ben.Das entspricht beim derzeitigen Börsenkurs von 49,20 Euro einer Rendite von 3,15 Prozent. Für 2018 wird durch die bereits umgesetzten Re- strukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen wieder ein positiver Trend erwartet.Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre Akkumulieren- Empfehlung mit Kursziel 52,40 Euro. Legware: Die Hauptproduktgruppe des Luxus- textil-Konzerns Wolford aus Vorarlberg. Passagiere: Heuer erwartet der Flughafen Wien um gut sieben Prozent mehr Abfertigungen. 42 ° GELD-MAGAZIN – März 2018

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