GELD-Magazin, März 2018

editorial 03/2018 º Medieneigentümer 4profit Verlag GmbH  º Medieneigentümer-, Herausgeber- und Redaktionsadresse 1010 Wien,Rotenturmstraße 12 T :+43/1/997 17 97-0, F.:DW-97,E :office@geld-magazin.at   º  Herausgeber 4profit Verlag GmbH  º GeschäftsführUNG Mario Franzin,Snezana Jovic  º  Chefredakteur Mario Franzin  º  Redaktion Mario Franzin,Mag.Harald Kolerus,Michael Kordovsky,Wolfgang Regner,Moritz Schuh º grafische Leitung Noura El-Kordy  º  Coverfoto Shutterstock º Datenanbieter Lipper Thomson Reuters*,software-systems,Morningstar Direct  º Verlagsleitung Snezana Jovic  º  Eventmarketing Ivana Jovic º  Projektleitung & verkauf Dr.Anatol Eschelmüller º  IT-management Oliver Uhlir º Druck Berger Druck,3580 Horn,Wiener Straße 80  º Vertrieb Morawa Pressevertrieb,1140 Wien www.geld-magazin.at Abo-Hotline :+43/1/997 17 97-12 • abo@geld-magazin.at *Weder LippernochandereMitgliederderReuters-Gruppeoder ihreDatenanbieterhaften fürFehler,dieden Inhaltbetreffen.Performance-RanglistenverwendendiezurZeitderKalkulationverfügbarenDaten.DieBeistellungderPerformance-Daten stellt keinAngebotzumKaufvonAnteilendergenanntenFondsdar,nochgilt siealsKaufempfehlung für Investmentfonds.Für Investorengilteszubeachten,dassdievergangenenPerformancewertekeineGarantie fürzukünftigeErgebnissedarstellen. D ie Aktienbörsen haben wieder in einen Korrekturmodus umgeschwenkt, an den Anleihenmärkten weht bereits seit etwa einem Jahr ein kälterer Wind. Aber wen wundert es? An den Aktienbörsen erlebten wir zwar bereits zweimal so eine Phase inner- halb des seit 2009 anhaltenden Aufschwungs – 2011 vor allem durch die Unruhen während des arabischen Frühlings und der Libyen- Krise und 2015 aufgrund der Angst vor einem abrupten Ende des chinesischen Wirtschaftsbooms. Den Hintergrund der derzeitigen Börsenschwäche bringt Didier Saint-Georges, Managing Director und Mitglied des Investmentkomitees beim französischen Asset Manager Carmignac, durch den Kommentartitel „Das Erwachen der geldpolitischen Realität“ auf den Punkt. Die Zentralbanken haben die Märkte in den letzten neun Jahren durch Anleihenkäufe und Nullzinspolitik mit Liquidität über- schwemmt. Der Erfolg der expansiven Geldpolitik dabei ist, dass tat- sächlich weltweit ein Umfeld von Wirtschaftswachstum und Infla­ tion entstanden ist – und auch die Preise sämtlicher Vermögens- werte gestützt wurden. Mit der Erreichung dieses Ziels fahren die Notenbanken nun, wie versprochen, ihre geldpolitischen Maßnah- men langsam zurück. Das kommt einem Entzug der bislang einge- setzten Droge Liquidität gleich, der aber durch das starke Wirt- schaftswachstum bislang gut verdaut wurde. Hinzu kamen aber nun die von US-Präsident Trump verhängten Strafzölle, die Anleger ei- nen Handelskrieg entsprechend „America first“ befürchten lassen. Und das ist der springende Punkt. Ein Handelskrieg würde die Wirtschaften schwächen, die gerade mit dem Zinsanhebungs-Stress beschäftigt sind. Anleger stellen sich gerade darauf ein, dass sich die gewohnten Wachstumsfaktoren umkehren und die Kurse an den Finanzmärkten wieder die Realität abbilden werden. Sollten die Wirtschaften jedoch zu schwach sein, um den Stress an den Finanz- märkten zu bewältigen, müssten die Zentralbanken wieder zu Not- maßnahmen greifen, was eine länger dauernde Verunsicherung bei den Investoren nach sich ziehen würde. Wir halten Sie im GELD- Magazin unter anderem zu diesem Thema auf dem Laufenden. Stress an den Finanzmärkten Mario Franzin, Chefredakteur GELD-Magazin Ö A K Österreichische Auflagenkontrolle

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