GELD-Magazin, März 2018

BANKING Panorama 20 ° GELD-MAGAZIN – MÄRZ 2018 FUSIONSPLÄNE. Die Arbeiterkammer (AK) hat 53 Preise und Entgelte bei Krediten,Wert- papieren, beim Sparen und Zahlungsverkehr zwischen November 2016 und Novem- ber 2017 bei zwölf Banken in Wien unter die Lupe genommen. Acht der zwölf Insti- tute haben ihre Spesen – häufig auf dem Niveau der Inflations- rate – angehoben. Negativ fiel den Konsumentenschützern dabei auf: Einzelne Ban- ken haben teils kräftig an der Gebührenschrau- be gedreht. Die Bank Austria und die Raiff- eisenlandesbank NÖ-Wien nahmen je 19 Verteuerungen vor. Im Durchschnitt hob die Bank Austria ihre Spesen um 2,41 Prozent, die Raiffeisen um 4,76 Prozent an. Die bankdirekt. at erhöhte zwar auch zwölf ihrer Entgelte – je- doch in einem geringeren Ausmaß (im Schnitt um 1,28%). „Der Bankenmonitor zeigt ein- ARBEITERKAMMER: BANKSPESEN WEITER GESTIEGEN zelne, teils empfindliche Preisausreißer“, so AK-Experte Christian Prantner. Die Raiffeisen- landesbank NÖ-Wien verlangt nun für den Depot-Übertrag inländischer Wertpapiere um zwei Drittel (von 20 auf 33,33 EUR) mehr. Die Gebühr für eine Ratenstundung stieg um fast 43 Prozent auf 100 Euro.Vier Institute – Bank Austria,Erste Bank,BAWAG P.S.K.und Raiffeisen – erhöhten die Gebühren für Bareinzahlungen auf fremde Konten (Zahlscheinzahlungen) um bis zu knapp 28 Prozent.Am teuersten ist die Zahlscheingebühr mit sieben Euro (+7,69%) nun bei der Bank Austria. Die Erste Bank hat die stärkste prozentuelle Erhöhung (+27,66% auf 6 EUR) – wenngleich das die einzige Preis- steigerung hier war.Die AK kritisiert,dass hohe Spesen bei Kreditstundungen jene Menschen belasten, die sowieso schon finanziell ange- schlagen sind. Zudem bestrafen hohe Spesen bei Buchungen am Bankschalter etwa ältere Menschen oder jene, die nicht alles in Selbst- bedienung oder Internet-Banking erledigen wollen oder können. ERFOLGREICHE BILANZEN. Die Bawag Group weist für 2017 einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 517 Millionen Euro aus, was einer Steigerung um zwölf Prozent entspricht und eine neue Höchstmarke zeich- net.„2017 war ein außergewöhnliches Jahr für unser Unternehmen.Wir führten den größten Börsengang in der österreichischen Geschich- te durch, schlossen mehrere Übernahmen und Integrationen ab und setzten unsere laufenden operativen und strategischen Initiativen fort, während wir ein weiteres Jahr mit Rekord- ergebnissen verzeichnen konnten“, so CEO Anas Abuzaakouk . Aber auch die Erste Group hat durchaus Grund zur Freude: Mit einem Nettoergebnis von 1,3 Milliarden wurde das zweite Rekordjahr in Folge geschrieben. Die Erste will nun ihre Di- vidende von 1 auf 1,2 Euro pro Aktie erhöhen. BAWAG / ERSTE BANK ANLEIHE MIT KAPITALSCHUTZ. DieSchoell- erbank hat inZusammenarbeitmit der UniCredit ein neues Produkt aufgelegt:Mit der „HVB USD Garant Anleihe 04/2024“ setzt der Anleger auf einen Aktienkorb, bestehend aus 15 Titeln re- nommierter US-amerikanischer Unternehmen. Die Risiken bleiben laut der Schoellerbank dennoch minimiert: Sollte die Entwicklung des zugrunde liegenden Aktienkorbes nicht positiv verlaufen, verfügt die Anleihe zum Laufzeiten- de nach sechs Jahren über einen Kapitalschutz durch den Emittenten.„Nach den jüngsten Bör- senturbulenzen könnte die Anleihe der richtige Einstieg sein,um von einer hohen Rückzahlung des eingesetzten Kapitals am Laufzeitende zu profitieren Der implementierte Kapitalschutz sorgt für ein beruhigendes Gefühl beim sicher- heitsbewussten Anleger“,so die Schoellerbank. Hinweis: Bei Ausfall des Emittenten kann es zu einem Verlust des eingesetzten Kapitals kom- men. Die Zeichnung ist noch bis zum 28. März 2018 möglich. SCHOELLERBANK HINAUFGESTUFT. Moody’s hat ein Update für die Hypo Vorarlberg veröffentlicht. Das Urteil fällt sehr positiv aus: Das Institut konnte das Langfrist-Rating um eine Stufe,von „Baa1“ auf „A3“, verbessern, der Ausblick bleibt weiter- hin stabil.Beim aktuellen Upgrade hat Moody’s vor allem die stabile Kapitalausstattung der Hypo Vorarlberg bzw. die Pläne zur weiteren Härtung des Eigenkapi- tals als positiv bewertet. Die Verbesserung ist auch auf den Abbau von landesgarantierten Fäl- ligkeiten im Jahr 2017 zurückzuführen, die alle erfolgreich refinanziert wurden. Michel Haller ,Vorstandsvorsitzender der Hypo Vorarlberg, dazu: „Einmal mehr wur- de uns von unabhängiger Stelle bestätigt,dass Kunden und Investoren uns weiterhin ihr Ver- trauen schenken können.“ HYPO VORARLBERG AUSBAU DER PRÄSENZ. Die Liechten- steinische Landesbank AG (LLB) hat einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100 Prozent der Aktien der LB (Swiss) Investment AG mit Sitz in Zürich unterzeichnet. Mit dieser strategie- konformen Transaktion wird die LLB-Gruppe ihr Fondsgeschäft stark ausbauen und in Zukunft von den drei Standorten Liechtenstein, Öster- reich und der Schweiz aus betreiben. Sie wird damitzum„FondspowerhouseinderFLACH-Re- gion“ (Liechtenstein, Österreich und Schweiz), wie es seitens der LLB heißt. Group CEO Ro- land Matt kommentiert die Entscheidung wie folgt: „Die Akquisition ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung unserer Strategie StepUp2020, die auf nachhaltig profitables Wachstum setzt. Die Übernahme eröffnet uns den Eintritt in den Schweizer Fondsmarkt. Die LLB-Gruppe kann damit ihr strategisches Ziel, das Fondsgeschäft geografisch zu erweitern und weiter auszubauen, mit ihrem Wunsch- partner umsetzen.“ LLB: „FONDSPOWERHOUSE“ CREDITS: beigestellt, Shutterstock

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