GELD-Magazin, März 2018

Wirtschaft Panorama 16 ° GELD-MAGAZIN – märz 2018 Dynamik lässtnach. Die österreichische Industrie setzt ihren Wachstumskurs fort, gleichzeitig kann jedochdas sehr hohenTempo vom Jahresende 2017 nicht mehr durchge- halten werden. „Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex zeigt im Februar mit 59,2 Punkten eine weiterhin sehr dynamische österreichische Industrie.Alle Indikatoren deu- ten jedoch an, dass das Stimmungshoch, wie zu erwarten war, überschritten wurde, das Wachstum damit zwar hoch bleibt, aber nicht mehr weiter steigt“, analysiert UniCredit Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.Grund für Schwarzmalerei besteht laut dem Experten aber keine. Österreichs Industrie befindet sich im Gleichklang mit den wichtigsten Handels- partnern im Euroraum, die ebenfalls in den ersten zwei Monaten geringe Abschläge von ihren Rekordwerten zu Jahresende 2017 hin- nehmen mussten. „Der leichte Rückgang der österreichischen Industriestimmung in den er- sten zwei Monaten 2018 verläuft parallel zur Entwicklung im Euroraum“, so Bruckbauer, „aber so wie in Österreich bleibt auch im Euroraum die Dynamik trotz dieses leich- ten Rückgangs historisch gesehen sehr hoch und dies bedeutet im gesamten Euroraum zu Beginn des Jahres 2018 einen sehr dyna- mischen Industriesektor.“ Weiterhin liegt der EinkaufsManagerIndex für Österreich leicht über jenem des Euroraums, aber erstmals seit November etwas unter jenem Deutschlands. Konjunktur-barometer: kleine schrammen Quelle: IHSMarkit,UniCreditResearch unicredit bank austria einkaufsmanagerindex saisonbereinigt unbereinigt Zahlenspiel 14 Medaillen haben heimische Sport- ler bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang abgeräumt. Eine zufriedenstel- lende Bilanz – aber auch Österreichs Exporteure erfreuen sich an der aufstrebenden Volkswirt- schaft Südkoreas. Ein durchschnittliches BIP- Wachstum von drei Prozent in der jüngsten Ver- gangenheit und eine ebenso positive Prognose für 2018 stellen eine gute Basis dar. Zählte die Halbinsel in den 1960ern weltweit noch zu einem der ärmsten Länder, ist Südkorea heutzutage nach China, Japan und Indien die viertgrößte Volkswirtschaft in Asien und Nummer drei unter den asiatischen Exportmärkten österreichischer Firmen. Bis November 2017 lieferten heimische Unternehmen Waren im Wert von 1,2 Milliarden Euro nach Korea. Das ist ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zu 2016. „Gut ausgebildete Arbeits- kräfte, hoher Lebensstandard und große Aufge- schlossenheit neuen Medien sowie Technologien gegenüber bieten Expansionspotenzial für hei- mische Unternehmen. Österreichische Firmen punkten in Nischenbereichen und bei Qualitäts- produkten. „Wir spüren vor allem die Nachfrage im Stahl- und Eisenbahnsektor“, so Helmut Bern- kopf, Mitglied des Vorstands der Oesterrei- chischen Kontrollbank. Einen Schatten auf das Bild wirft allerdings der Konflikt mit Nordkorea. 86 Prozent der Jugendlichen in Österreich bestätigen, dass in ih- rem Unternehmen ganz klar eine Willkommens- kultur für „neue Lehrlinge“ herrscht, indem sie sagen, „man fühlt sich als neuer Lehrling hier willkommen“. Zu diesem Ergebnis kam Great Place to Work, ein Anbieter von Mitarbeiterbefra- gungen. Eine wichtige Rolle für die positiven Rückmeldungen spielen laut aktueller Untersu- chung die Ausbilder. Offenheit für Fragen von Lehrlingen (85% Zustimmung),Unterstützung für die persönliche Weiterentwicklung (85%) und Anerkennung für geleistete Arbeit (82%) tragen dazu bei, dass 85 Prozent der Lehrlinge bestäti- gen, gerne zur Arbeit zu kommen. Die meisten Lehrlinge (96%), die zur Lehrabschlussprüfung antreten, bestehen diese auch in den Betrieben, die mit der Zertifizierung „Österreichs Beste Lehr- betriebe – von Lehrlingen empfohlen“ ausge- zeichnet wurden. share economy. In Österreich ist das Teilen von Unterkünften, Autos, Musik so- wie anderen Produkten und Dienstleistungen zu einem unverzichtbaren Teil des digitalen Lebensstils vieler Menschen geworden. Das zeigen die Ergebnisse der neuen PwC-Studie „Share Economy“. 47 Prozent der Befragten haben im vergangenen Jahr mindestens ei- nen Share Economy-Service genutzt und im Durschnitt dabei 574 Euro ausgegeben. Am beliebtesten waren die Bereiche Medien & Un- terhaltung, gefolgt von Hotels & Unterkünften, Mobilität sowie Handel & Konsumgüter. PWC: Teilen liegt im trend In aller munde. Red Bull ist in österrei- chischen Medien die mit Abstand präsenteste Marke der umsatzstärksten oder ATX-notierten Unternehmen des Landes, so das APA-DeFacto Brand-Ranking für 2017. An zweiter Stelle la- gen die ÖBB, auf Rang drei bis sieben folgen Autofirmen. Diese können ihre Nennungen unter anderem auf Produkt- und Testberichte sowie sportliche Engagements zurückfüh- ren.VW auf Rang drei und die Konzerntöchter Audi (Rang 6) und Porsche (7) „verdanken“ ihre Medienberichte allerdings in unterschied- lichem Ausmaß auch dem Abgasskandal. marken und medien

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