GELD-Magazin, Dezember 2017

editorial 12/2017 - 01/2018 º Medieneigentümer 4profit Verlag GmbH  º Medieneigentümer-, Herausgeber- und Redaktionsadresse 1010 Wien,Rotenturmstraße 12 T :+43/1/997 17 97-0, F.:DW-97,E :office@geld-magazin.at   º  Herausgeber 4profit Verlag GmbH  º GeschäftsführUNG Mario Franzin,Snezana Jovic  º  Chefredakteur Mario Franzin  º  Redaktion Mario Franzin,Mag.Harald Kolerus,Michael Kordovsky,Wolfgang Regner,Moritz Schuh º grafische Leitung Noura El-Kordy  º  Coverfoto shutterstock.com º Datenanbieter Lipper Thomson Reuters*,software-systems,Morningstar Direct  º Verlagsleitung Snezana Jovic  º  Eventmarketing Ivana Jovic º  Projektleitung & verkauf Dr.Anatol Eschelmüller º  IT-management Oliver Uhlir º Druck Berger Druck,3580 Horn,Wiener Straße 80  º Vertrieb Morawa Pressevertrieb,1140 Wien www.geld-magazin.at Abo-Hotline :+43/1/997 17 97-12 • abo@geld-magazin.at *Weder LippernochandereMitgliederderReuters-Gruppeoder ihreDatenanbieterhaften fürFehler,dieden Inhaltbetreffen.Performance-RanglistenverwendendiezurZeitderKalkulationverfügbarenDaten.DieBeistellungderPerformance-Daten stellt keinAngebotzumKaufvonAnteilendergenanntenFondsdar,nochgilt siealsKaufempfehlung für Investmentfonds.Für Investorengilteszubeachten,dassdievergangenenPerformancewertekeineGarantie fürzukünftigeErgebnissedarstellen. D as Phänomen der Kryptowährungen wird gerne mit der Tulpenmanie in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verglichen. Sie gilt als erste halbwegs gut dokumentierte Spekula­ tionsblase, nach deren Platzen die Niederlande in eine Rezession schlitterten. Die grundlegende Frage, die sich daraus stellt, ist, bis zu welcher Höhe sind Preise für ein Gut gerechtfertigt und ab wann laufen sie in eine Spekulationsblase? Das gilt nicht nur für Bitcoin & Co, das gilt beispielsweise ebenso für Gold und in Abwandlung auch für Aktien und sogar Anleihen und Immobilien. Genau genommen ist das die zentrale Frage, mit der wir uns im GELD- Magazin seit 30 Jahren beschäftigen. Jede Spekulationsblase gründet sich auf der Intention, Güter durch geschickten Tausch zu vermehren. Das setzt voraus, dass ir­ gendwer bereit sein wird, mehr dafür zu bezahlen, als ursprünglich dafür aufgewendet werden musste. Der grundlegende Wert eines Gutes lässt sich aus dem Bedarf und den Herstellungskosten bzw. im Fall einer Geldanlage aus der erzielbaren Rendite im Verhältnis zum Verlustrisiko erklären. Im Fall des Bitcoin liegen die Herstel­ lungskosten, das Programmieren der Blockchain, bei annähernd null. Als „Wert“ werden dem Bitcoin Zahlungsmitteleigenschaften nachgesagt – ich kenne persönlich aber niemanden, der Bitcoin tat­ sächlich als solches verwendet. Einen Wert ausschließlich aus einer weiteren zentralen Eigenschaft der Bitcoin, nämlich der begrenzten Verfügbarkeit abzuleiten, ist schlicht naiv. Damit muss man feststellen, dass Bitcoin zwar eine – im wahrsten Sinne des Wortes – fantastische Entwicklung ist und so mancher Spekulant damit reich wurde. Man sollte aber tunlichst vermeiden, die Preissteigerungen der Kryptowährungen gedank­ lich zu extrapolieren, zumal die begrenzte Verfügbarkeit durch die steigende Anzahl an Kryptowährungen konterkariert wird. Be­ kanntlich beißen immer den Letzten die Hunde. Lesen Sie daher das GELD-Magazin und denken Sie nicht einmal im Traum daran, Bitcoin als zentrale Geldanlage einzusetzen. Das Phänomen Bitcoin Mario Franzin, Chefredakteur GELD-Magazin Ö A K Österreichische Auflagenkontrolle

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