GELD-Magazin, Ausgabe November 2017

editorial 11/2017 º Medieneigentümer 4profit Verlag GmbH  º Medieneigentümer-, Herausgeber- und Redaktionsadresse 1010 Wien,Rotenturmstraße 12 T :+43/1/997 17 97-0, F.:DW-97,E :office@geld-magazin.at   º  Herausgeber 4profit Verlag GmbH  º GeschäftsführUNG Mario Franzin,Snezana Jovic  º  Chefredakteur Mario Franzin  º  Redaktion Linda Benkö,Mario Franzin,Mag.Harald Kolerus,Michael Kordovsky,Wolfgang Regner,Moritz Schuh,Sebastian Steinböck º grafische Leitung Noura El-Kordy  º  Coverfoto shutterstock.com º Datenanbieter Lipper Thomson Reuters*,software-systems,Morningstar Direct  º Verlagsleitung Snezana Jovic  º  Eventmarketing Ivana Jovic º  Projektleitung & verkauf Dr.Anatol Eschelmüller º  IT-management Oliver Uhlir º Druck Berger Druck,3580 Horn,Wiener Straße 80  º Vertrieb Morawa Pressevertrieb,1140 Wien www.geld-magazin.at Abo-Hotline :+43/1/997 17 97-12 • abo@geld-magazin.at *Weder LippernochandereMitgliederderReuters-Gruppeoder ihreDatenanbieterhaften fürFehler,dieden Inhaltbetreffen.Performance-RanglistenverwendendiezurZeitderKalkulationverfügbarenDaten.DieBeistellungderPerformance-Daten stellt keinAngebotzumKaufvonAnteilendergenanntenFondsdar,nochgilt siealsKaufempfehlung für Investmentfonds.Für Investorengilteszubeachten,dassdievergangenenPerformancewertekeineGarantie fürzukünftigeErgebnissedarstellen. D ie Märkte wiegen uns in Sicherheit. Die Aktienbörsen zeigen sich von ihren besten Seiten, die Inflation bleibt moderat und an den Anleihenmärkten sind die Spreads historisch niedrig. Auch Immobilien- und Rohstoffpreise tendieren weiter nach oben. Die Volatilitäten als Messgröße für die Nervenkostüme der Anleger sindweit unterdurchschnittlich. Risikoaffinität wurde in den letzten Jahren zwar mit Kursanstiegen fürstlich belohnt, doch risikobehaf- tete Geldanlagen sind definitiv teuer geworden – ebenso Vermö- genswerte, die an und für sich als risikoarm gelten, wie Anleihen und Immobilien. Optimistische Anleger trösten sich mit der Bör- senweisheit „Was stark gestiegen ist, kann auch weiter steigen“ über eine mögliche Korrekturgefahr hinweg. So viel Optimismus sollte aber immer als Kontraindikator dienen. Investoren, die bereits vor 17 Jahren (New Economy-Blase) oder vor zehn Jahren (Finanzkrise) ihr Vermögen veranlagt haben, wissen aus eigener Erfahrung, dass sich gerade in Zeiten der Eupho- rie ein Aufschwung eher dem Ende zuneigt – auch wenn es zugege- benermaßen nicht danach aussieht. Was wir heute sehen, sind aber mehrere Asset-Blasen – in den Anleihen-, Aktien- und Immobi­ lienmärkten–, die durch die Interventionen der Notenbanken ent- standen sind. Die Fed begann bereits Ende 2013 damit, die EZB wird Anfang 2018 die Anleihenkäufe wieder langsam reduzieren (Tapering). Die Betonung liegt auf langsam, denn der mit neuen Schulden teuer erkaufte Wirtschaftsaufschwung sollte tunlichst nicht gefährdet werden – ein bewunderswerter Balanceakt. Bei der persönlichen Anlagestrategie sollte das Risiko trotz des scheinbaren Sicherheitsgefühls langsam zurückgefahren werden. Das soll nicht bedeuten, komplett aus den Märkten zu gehen, sondern zunehmend Absicherungsstrategien aufzubauen. Im Aktien- und Anleihenbereich über Stopp Loss-Orders oder über Index- bzw. Bundfuture-Shortpositionen. Auch kann die Bevorzu- gung von Low Volatility- und Absolute Return-Strategien bis hin zu Managed Futures über mögliche Korrekturen hinweghelfen, ohne auf Rendite komplett verzichten zu müssen. Viel Erfolg! Keine Einbahnstraße Mario Franzin, Chefredakteur GELD-Magazin Ö A K Österreichische Auflagenkontrolle

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